Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

24. Juli 2012, 12:05
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Positive China-Daten stehen Sorgen um Euro-Schuldenkrise gegenüber

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag keine einheitliche Richtung gefunden. Gute China-Daten standen neuen Negativ-Nachrichten bezüglich der Euro-Schuldenkrise gegenüber. Der Nikkei-225 Index in Tokio gab 20,23 Zähler oder 0,24 Prozent auf 8.488,09 Punkte ab. Auch der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 150,27 Zähler (minus 0,79 Prozent) auf 18.903,20 Einheiten. Dagegen erhöhte sich der Shanghai Composite um moderate 5,19 Punkte oder 0,24 Prozent auf 2.146,59 Punkte.

Ebenfalls im Plus schlossen die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index ging bei 2.998,44 Zählern und einem Zuschlag von 15,95 Punkten oder 0,53 Prozent aus dem Handel. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 2,0 Zähler oder 0,05 Prozent auf 4.161,20 Einheiten.

Chinas Industrie kommt einer Umfrage zufolge allmählich wieder in Schwung. Der Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC erholte sich im Juli auf 49,5 Punkte nach 48,2 Zählern im Juni. Damit näherte sich der Index deutlich an die Wachstumsschwelle von 50 Punkten an. Insgesamt war die Industrie im Juli damit so stark wie seit einem Dreivierteljahr nicht mehr. Dagegen belastete die Märkte die Nachricht, dass Moody's am Montagabend den Ausblick für das Kreditrating von Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg von stabil auf negativ gesenkt hat.

Sharp schwach

Unternehmensseitig stand unter anderem der Elektronikhersteller Sharp im Fokus. Medienberichten zufolge ist das Unternehmen im abgelaufenen Quartal nicht aus den roten Zahlen gekommen. Von April bis Juni habe Sharp einen Fehlbetrag von etwa 100 Mrd. Yen verzeichnet, hieß es. Die Papiere gaben bis Handelsschluss 1,70 Prozent auf 289,0 Yen ab.

An den chinesischen Handelsplätzen waren dagegen Sinopec einen Blick wert. Der Ölkonzern kauft sich für 1,5 Mrd. Dollar in die Nordsee-Aktivitäten des kanadischen Konkurrenten Talisman Energy ein, wie am gestrigen Montag bekanntwurde. Sinopec erwerbe einen Anteil von 49 Prozent. Zusammen mit den Chinesen werde man ein Joint-Venture formen, hieß es von den Kanadiern. Sinopec erhöhten sich um 0,35 Prozent auf 5,78 Yuan.

Das Geschäft zwischen Sinopec und Talisman war die zweite große Transaktion zwischen einem chinesischem und einem kanadischen Unternehmen an einem Tag. Der staatliche Energiekonzern Cnooc (minus 3,63 Prozent auf 14,88 Hongkong Dollar) kündigte ebenfalls am Montag an, für 15,1 Mrd. US-Dollar das kanadische Unternehmen Nexen zu kaufen.

Daneben legte Posco seine Bilanz für das zweite Quartal vor. Der südkoreanische Stahlhersteller litt unter einer schwachen Nachfrage im Auto- und Schiffsbau. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach der Gewinn um 44 Prozent auf 704 Mrd. Won (506 Mio. Euro) ein. Das war noch schlechter als von Analysten ohnehin befürchtet. Die Anteilsscheine konnten dennoch mit einem Kursgewinn von 0,83 Prozent auf 362.500,0 Won schließen. (APA, 24.7.2012)

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