Amokläufer von Aurora droht die Todesstrafe

23. Juli 2012, 22:16
251 Postings

Mutmaßlicher Täter stellte Feuer laut Zeitungsbericht erst nach Ladehemmung ein

Washington - Nach der Bluttat im Kino von Aurora hat US-Präsident Barack Obama Überlebenden sowie Angehörigen der zwölf Opfer Trost gespendet. Sie hätten gemeinsam geweint und sich umarmt, sagte Obama nach seinem Besuch im Krankenhaus des Vororts von Denver.

Der mutmaßliche Täter James Holmes wurde am Montag erstmals einem Richter vorgeführt. Holmes erschien mit grell rot und orange gefärbten Haaren in burgunderroter Gefängniskleidung. Er wirkte teilnahmslos und benommen und hatte anscheinend große Mühe, die Augen offen und den Kopf aufrecht zu halten. Beim Aufstehen musste ihn seine Pflichtverteidigerin stützen. Holmes äußerte sich nicht zur Tat, sein Motiv bleibt unklar.

Holmes droht die Todesstrafe. Zwar wurde seit 1977 in Colorado keine Hinrichtung mehr vollstreckt, abgeschafft ist sie aber nicht. Holmes wird vorgeworfen, bei der Premiere des neuen Batman-Films in einem Vorort von Denver zwölf Menschen erschossen und dutzende verletzt zu haben. Laut Washington Post hätte Holmes möglicherweise noch mehr Menschen erschossen, wenn sein Sturmgewehr nicht Ladehemmung gehabt hätte.

Festnahme im Kino

Der mutmaßliche Täter war kurz nach dem Blutbad hinter dem Kino festgenommen worden. Die Polizei habe ihn erkannt, obwohl er wie ein Mitglied einer Spezialeinheit ausgesehen habe, sagte Polizeichef Dan Oates. .

Laut den Ermittlern hatte der 24-Jährige mehr als 6000 Schuss Munition für Sturmgewehre und Pistolen gekauft. Zudem soll er vor wenigen Wochen versucht haben, einem privaten Waffenclub beizutreten. Weil er jedoch dem Besitzer merkwürdig vorgekommen sei, sei er nicht aufgenommen worden, berichtete der Sender Fox News. (red, DER STANDARD, 24.7.2012)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der Attentäter James Holmes stand am Montag vor Gericht.

Share if you care.