Microsoft nimmt zum Linux-Switch der Stadt München Stellung

27. Juni 2003, 13:15
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Wir werden unser "Business-Modell nicht ändern" – "Unsere Produkte sind sicherer, technologisch führend und wirtschaftlicher im Einsatz"

Ende Mai beschloss die Stadt München, die rund 14.000 städtischen Computer vom Microsoft-Betriebssystem Windows auf das freie Betriebssystem Linux und die kostenlose Bürosoftware OpenOffice umzustellen. In einem Brief an "Kunden und Partner" nimmt Microsoft Deutschland nun zu der Entscheidung ausführlich Stellung.

Bemüht

Der Softwarekonzern hatte sich intensiv um den Auftrag bemüht. Offenbar in Sorge um das Milliardengeschäft unterbrach Microsoft-Chef Steve Ballmer im Frühjahr gar seinen Ski-Urlaub, im in München mit Oberbürgermeister Christian Ude zu sprechen.

"Mitnichten" eine Signalwirkung

In dem Schreiben betont der Softwareriese, dass man "das Angebot mit den weitaus günstigsten Gesamtkosten vorgelegt habe" und man fest davon überzeugt sei, dass von der Münchner Entscheidung "mitnichten" eine Signalwirkung ausgehe. Als Beispiel hierfür erinnert Microsoft an die Stadt Frankfurt , die - am gleichen Tag wie die Münchner-Entscheidung - die Zusammenarbeit per Vertrag verlängert hat.

"Unsere Produkte sind sicherer, technologisch führend und wirtschaftlicher im Einsatz"

Zusätzlich betont Microsoft, dass man das Thema Linux/OSS "nicht als �Glaubensfrage�" sehe und auch das "Business-Modell nicht ändern" werde, "weil wir wissen, dass gute Software nur entwickelt werden kann, wenn auch der Markt bereit ist, dafür zu bezahlen. Unsere Produkte sind sicherer, technologisch führend, wirtschaftlicher im Einsatz und mit Initiativen wie Shared Source und dem Government Security Program (GSP) genauso transparent wie OSS. Deshalb können wir mit berechtigtem Optimismus in die Zukunft schauen." (sum)

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