ÖH Uni Innsbruck fordert ÖBB-Studententarife

19. Juli 2012, 16:40
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Kritik an ÖBB-Preispolitik auf Kosten der Studierenden - ÖVP-Abgeordneter kündigt Behandlung von Petition im Parlament an

Wien - Studentenvertreter haben den Bundesbahnen (ÖBB) am Donnerstag vorgeworden, eine Preispolitik auf Kosten der Studierenden zu fahren. Dabei geht es nicht nur um die Ticketpreiserhöhung um im Schnitt acht Prozent mit 2. Juli. Auch der Wegfall von Rabatt-Kombinationen wird beklagt.

Der Vorsitzende der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) an der Universität Innsbruck, Benjamin Rohrer (AktionsGemeinschaft) forderte die ÖBB heute auf, die Streichung der Ermäßigung zurück zu nehmen und außerdem einen "generell gültigen Studierendentarif" einzuführen.

Unterstützung von ÖVP

Der ÖVP-Abgeordnete Hermann Gahr unterstützt diese Forderung nach einem kostengünstigen Studententicket. Er habe eine Petition der Studierenden im Parlament eingebracht, die im Herbst behandelt werde, wie er heute in einer Aussendung ankündigte. Auch er will von der Bahn, dass sie ihre Ticketpreisgestaltung nochmals überdenkt.

"Gerade Vorarlberger, aber auch Studierende aus anderen Bundesländern, verabredeten sich in der Vergangenheit und fuhren gemeinsam nach Hause", erläuterte der ÖH-Vertreter in seiner Aussendung. "Mit der damaligen Konstellation - nämlich Gruppenticket und ÖBB-Vorteilscard - konnte einiges an Geld gespart werden", so Rohrer. Die ÖBB hat nun mit 2. Juli diese Vergünstigung abgeschafft, damit könne nur mehr Gruppenticket oder ÖBB-Vorteilscard in Anspruch genommen werden.

32 statt 17 Euro

Das bisherige Vorteilscard-Gruppenticket kostete in der Vergangenheit beispielsweise auf der Strecke Wien-Brenner 17 Euro, seit 2. Juli muss man 32 Euro zahlen. Diese Preissteigerung von fast 80 Prozent sei einfach inakzeptabel und hindere viele Studierende daran, an Wochenenden nach Hause zu fahren. Der ÖVP-Politiker Gahr untermauerte das mit Zahlen: Die letzte Studierendensozialerhebung habe ergeben, dass im Schnitt 43,5 Prozent der Hochschüler außerhalb ihres Heimatbundeslandes studieren. Es handle sich also hier um rund 120.000 Studierende, deren regelmäßige Heimreise wesentlich teurer wird als bisher. (APA, 19.7.2012)

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