Gewaltsame Proteste in indischer Autofabrik

19. Juli 2012, 11:54
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Nach schweren Ausschreitungen in einer Fabrik des indisch-japanischen Autobauers Maruti Suzuki wurde die Produktion vorübergehend eingestellt

Neu Delhi - Nach schweren Ausschreitungen in einer Fabrik des indisch-japanischen Autobauers Maruti Suzuki in der Nähe von Neu Delhi ist die Produktion vorübergehend eingestellt worden. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte, wurden zudem mehr als 80 Arbeiter festgenommen. Ihnen werde vorgeworfen, am Mittwochabend an Gewalttaten in dem Werk in der Industriestadt Gurgaon beteiligt gewesen zu sein. Die Situation war laut Unternehmen bei einer Betriebsversammlung eskaliert.

Bei den Ausschreitungen war nach Angaben des Unternehmens ein Mitarbeiter getötet worden. Die Person sei verbrannt und habe bisher nicht identifiziert werden können. Mindestens 90 weitere Menschen seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, darunter auch mehrere Japaner. Bei den meisten Opfern handle es sich um Büroangestellte und Mitarbeiter des Managements.

Während der Betriebsversammlung seien Arbeiter auf Manager losgegangen und hätten Einrichtungsgegenstände in Brand gesetzt. Ein Gewerkschafter erklärte dagegen, die Arbeiter hätten friedlich gegen die Entlassung von Kollegen protestiert, als sie von angeheuerten Schlägern angegriffen worden seien.

Maruti Suzuki ist in Indien mit knapp 50 Prozent Marktanteil führend beim Verkauf von Personenwagen. Der japanische Autobauer Suzuki Motors ist mit 54 Prozent an dem Joint Venture beteiligt. (APA, 19.7.2012)

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    Bei Maruti Suzuki nach den Ausschreitungen

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