Ex-Minister Romano vom Vorwurf der Mafia-Kontakte freigesprochen

17. Juli 2012, 14:42
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Gericht begründet Urteil wegen Mangel an Beweisen

Rom - Der italienische Ex-Landwirtschaftsminister Saverio Romano ist am Dienstag von einem Gericht in Palermo vom Vorwurf der Kontakte zur Mafia freigesprochen worden. Den Freispruch begründete das Gericht mit einem Mangel an Beweisen. "Ich habe stets darauf vertraut, dass man mich freisprechen würde", reagierte der sizilianische Politiker.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den 47-Jährigen, der zwischen März und November 2011 sein Ministeramt in der Regierung von Premier Silvio Berlusconi bekleidet hatte, acht Jahre Haft mit der Begründung beantragt, Romano verdanke seine politische Karriere der Unterstützung der Cosa Nostra. Die Staatsanwälte stützten sich auf Aussagen abtrünniger Mafiosi, die den Ex-Minister belastet hatten. Außerdem soll Romano Geld zur Förderung von Unternehmen mit Mafia-Verstrickungen erhalten haben.

Die Mitte-links-Allianz hatte im vergangenen Jahr im Parlament einen Misstrauensantrag gegen Romano eingereicht, um ihn zum Rücktritt von seinem Regierungsamt zu zwingen. Der Antrag war jedoch von der Mehrheit um den damaligen Premier Berlusconi abgelehnt worden. (APA, 17.7.2012)

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