Israel lässt wieder Angehörige zu inhaftierten Palästinensern

16. Juli 2012, 11:25
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Erstmals seit 2005 - Künftig werden wöchentliche Besuche möglich sein

Jerusalem - Zum ersten Mal seit fünf Jahren haben in Israel inhaftierte Palästinenser aus dem Gazastreifen am Montag Besuch von ihren Angehörigen bekommen. Den Anfang hätten 40 Angehörige von 24 Häftlingen gemacht, teilte eine Sprecherin des Strafvollzugs mit. Künftig würden wöchentliche Besuche möglich sein. Im Gegenzug zur Besuchserlaubnis hätten die Palästinenser einen Hungerstreik beendet.

Einige Monate nach der Entführung des israelischen Soldaten Gilat Shalit durch militante Palästinenser 2007 hatte Israel die Besuche für Häftlinge aus dem Gazastreifen verboten. Shalit wurde im Oktober vergangenen Jahres im Austausch gegen 1000 palästinensische Häftlinge freigelassen.

Die Wiederzulassung von Besuchen ist Teil einer Einigung zur Verbesserung der Haftbedingungen. Um ihre Forderung zu unterstreichen, waren etwa 1600 Palästinenser in den Hungerstreik getreten, den sie erst auf Vermittlung Ägyptens im Mai beenden. Nicht durchsetzen konnten sich die Häftlinge mit der Forderung, die "administrative Inhaftierung" zu beenden, bei der Terrorverdächtige ohne Gerichtsurteil gefangen sind. (APA, 16.7.2012)

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