Capello als russischer Teamchef bestätigt

16. Juli 2012, 17:10
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Der Italiener folgt abgetretenem Advocaat und soll einen Vertrag über zwei Jahre erhalten

Moskau - Neue Herausforderung für Fabio Capello: Der Italiener wurde als neuer russischer Nationaltrainer bestätigt. "Ich bin glücklich. Wenn die Verhandlungen so positiv weitergehen, wovon ich ausgehe, wird es ein wunderbares Abenteuer. Denn Russland ist ein großartiges Land", sagte der renommierte Coach der italienischen Nachrichten-Agentur ANSA.

Vonseiten des russischen Verbandes (RFU) äußerte sich Vize-Präsident Nikita Simonjan: "Wir haben entschieden, dass Capello unser neuer Nationaltrainer wird. Wir erwarten ihn in naher Zukunft in Moskau, um die letzten Details zu klären und den Vertrag zu unterschreiben." Angeblich soll der erfahrene Fußballlehrer sechs Millionen Euro pro Jahr verdienen.

Bereits am Sonntag hatte die Gazzetta dello Sport berichtet, dass sich der 66-Jährige, der zuletzt als englischer Teammanager fungierte, mit der RFU auf einen Zweijahresvertrag verständigt habe. Capello tritt die Nachfolge des Niederländers Dick Advocaat an. Dieser wechselt zur PSV Eindhoven. Bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine waren die Russen unter Advocaat in der Vorrunde überraschend gescheitert.

Dass die Verhandlungen zwischen dem italienischen Fußballlehrer und dem russischen Verband zu einem positiven Ende geführt worden sind, hatte Sonntag bereits Andrej Arschawin, Kapitän der russischen Auswahl, bestätigt. "Der neue russische Trainer ist bereits ernannt worden. Es ist Fabio Capello. Wir wünschen ihm viel Erfolg in seinem neuen Abenteuer", schrieb Arschawin auf seiner Webseite.

Am vergangenen Donnerstag hatte Capello in Moskau Gespräche mit Simonjan sowie mit dem russischen Sportminister Witali Mutko geführt. Der RFU hatte am Freitag von "produktiven" Gesprächen mit dem Italiener berichtet und eine zeitnahe Entscheidung angekündigt. Nach dem EM-Debakel war Verbands-Präsident Sergej Fursenko von seinem Posten zurückgetreten. (sid, 16.7. 2012)

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    Die Tagesfreizeit wird für Fabio Capello künftig wieder dürftiger ausfallen.

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