Aus für altersbedingte Gehaltssprünge?

26. Juni 2003, 14:03
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Bartenstein: Höhere Einstiegsgehälter für Junge - Ältere müssen schrittweise verzichten - Biennien nicht betroffen

Wien - Die EU will Schluss machen mit automatischen, altersbedingten Gehaltssprüngen, die dazu führen, dass ältere Arbeitnehmer für die gleiche Tätigkeit mehr verdienen als jüngere. Eine entsprechende Richtlinie liegt im Wirtschaftsministerium, Arbeitsminister Martin Bartenstein (V) und die Sozialpartner feilten an einer Lösung. Das berichtete die "Zeit im Bild 1" am Mittwoch.

Bartenstein kann sich höhere Einstiegsgehälter für Jüngere vorstellen, die Älteren sollen "vielleicht dann Schritt für Schritt, nicht von heute auf morgen, auf das Eine oder andere verzichten", weil höhere Bezüge den Älteren im Job Nachteile brächten, so der Minister.

Biennien, die ja nicht auf das Lebensalter, sondern auf die Betriebszugehörigkeit abzielten, seien von dieser Regelung nicht betroffen, erklärte der Leitende ÖGB-Sekretär, Richard Leutner.

Gelten würden diese neuen Grundlagen für Angestellte, Vertragsbedienstete und Beamte - kaum jedoch für Arbeiter, weil sie nur selten mit steigendem Alter automatisch höhere Löhne erhalten. (APA)

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