Deutsche Klubs investieren kräftig

12. Juli 2012, 19:55
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Dortmund, Bayern, Gladbach und Leverkusen gaben am meisten aus

Wien - Regiert bei Österreichs Fußball-Bundesligisten der Sparstift, investieren Deutschlands Clubs vor dem Start der 50. Bundesliga-Saison wieder kräftig. Bereits fast 150 Millionen Euro haben die 18 Clubs nach Angaben des Internetportals transfermarkt.de für Spieler ausgegeben - und das sechs Wochen vor dem Anpfiff der Saison. Im Rekordsommer 2007 flossen am Ende der bis 31. August laufenden Wechselperiode 194 Millionen Euro an Ablösesummen.

Mit den Ausgaben liegt die finanzstarke deutsche Eliteklasse derzeit etwa gleichauf mit der englischen Premier League (138), aber hinter der italienischen Serie A (173,5). Teure Shoppingtouren sind jedenfalls wieder in, wie auch Meister und Cupsieger Borussia Dortmund mit dem Transfer von Teamspieler Marco Reus (17,1 Millionen von Borussia Mönchengladbach) bewies. Insgesamt mehr als 26 Millionen hat der BVB hingeblättert, um künftig auch in der Champions League erfolgreich zu sein.

Beim langjährigen Branchenprimus FC Bayern München ist der Ex-Wolfsburger Mario Mandzukic um rund 13 Millionen der teuerste Einkauf. Mönchengladbach leitete den Gewinn aus dem Reus-Wechsel ebenfalls weiter: So kamen unter anderem Granit Xhaka für 8,5 Millionen vom FC Basel und Alvaro Dominguez für eine ähnliche Summe von Atletico Madrid. Auch Bayer Leverkusen investierte mit etwa 16 bis 17 Millionen kräftig.

Die Sparsamsten sind - es leben die Vorurteile - die Schwaben: Der VfB Stuttgart hat bisher ganze 300.000 Euro ausgegeben. Das ist die Leihgebühr für den Schalker Abwehrspieler Tim Hoogland. Die strenge Haushaltsführung behagte Trainer Bruno Labbadia nicht: "Wir haben einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber unseren Konkurrenten." Auch der FC Schalke 04, der in der Vergangenheit oft prasste, hielt sich zurück. (APA, 12.7.2012)

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