WKÖ Tirol lehnt Einigung bei Tourismus-KV ab

11. Juli 2012, 14:22
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Der neue Mindestbetrag sollte bei 1.300 Euro liegen. Die WKÖ-Tirol lehnt allerdings ab, die Erhöhungen seien nicht tragbar

Die Tiroler Vertreter der Wirtschaftskammer (WKÖ) haben dem neuen Kollektivvertrag im Hotel- und Gastgewerbe nicht zugestimmt, auf den sich Vertreter von Gewerkschaft und Wirtschaftskammer am Dienstag geeinigt haben. "Bei den geforderten 7,9 Prozent Lohnerhöhung ab 1. Dezember und einer weiteren Erhöhung auf 9,5 Prozent mit 1. Mai 2013 konnten wir Tiroler mit dem größten Anteil am Saison-Tourismus beim besten Willen nicht mitgehen", betonte Josef Hackl, Obmann der Fachgruppe Gastronomie und KV-Verhandler für den Tourismus, am Mittwoch in einer Aussendung.

Gestoßen habe man sich nicht nur an der geforderten Höhe, sondern auch am Zeitpunkt. "Unsere Unternehmen haben die Preise für die Wintersaison schon kalkuliert, mit Reisebüros verhandelt und ihre Angebote bereits veröffentlicht. In dieser Kalkulation noch fast 8 Prozent Lohnerhöhung unterzubringen ist nicht möglich", argumentierte Hackl. Die "überproportionale Forderung" der Gewerkschaft für die Hilfskräfte hätte für die Tiroler Tourismuswirtschaft für den Zeitraum von Dezember 2012 bis Mai 2013 Mehrkosten in Höhe von 10 Mio. Euro bedeutet.

Vertreter von Gewerkschaft und Wirtschaftskammer hatten sich am Dienstag auf einen neuen Kollektivvertrag für die 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe geeinigt; inklusive des Mindestlohnes von 1.300 Euro ab Dezember 2012. Neben der Tiroler Wirtschaftskammer stimmte auch die Burgenländische nicht zu. Der Gewerkschaftsbund sprach von einer Lohnerhöhung über 3 Prozent für die Mindesteinkommen und 3,45 Prozent für darüberliegende Gehälter. (APA, 11.7.2012)

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