Strandhorror: Achselhaare und Bierbauch

11. Juli 2012, 13:30
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Wer sich zum Pool oder an den Strand begibt, sollte darauf achten, wie er das tut, um sich nicht den Unmut der anderen Badegäste zuzuziehen

Über Monate hinweg dicke Pullis, lange Hosen, warme Jacken, Haube, Schal. Da kann es passieren, dass man den Blick für das "Darunter" verliert. Dann ist plötzlich der Urlaub da, und es geht ab ins Bad, an den See oder ans Meer, wo die Hüllen fallen.

Ein bisschen aus der Übung, kann es da schon passieren, dass man stilistisch in das eine oder andere Fettnäpfchen tritt. Dabei zeigt eine Umfrage von lastminute.de eindeutig, was am Pool und am Strand eher erschreckend als erfreulich wirkt.

String, Mankini und Shorts

Männer etwa sollten tunlichst auf Badehosen mit String verzichten. Fast die Hälfte der Befragten kann dem Schnürchen, das übrigens in Brasilien "fio dental" - also Zahnseide - genannt wird, überhaupt nichts abgewinnen. Darüber sind sich Männer (49 Prozent) und Frauen (48 Prozent) ziemlich einig.

Was Sacha Baron Cohen alias Borat so gekonnt in Szene gesetzt hat, ruft an Pool und Strand bei den meisten anderen Gästen höchstens ein Gefühl des Fremdschämens hervor. 41 Prozent finden den Mankini zumindest unpassend, wobei hier die Frauen mit 43 Prozent kritischer sind als die Männer mit 39 Prozent.

Weniger störend hingegen sind Männer in knappen Badehosen, die sieben Prozent der Befragten lieber nicht auf der Nachbarliege sehen würden, und Shorts-Träger, die drei Prozent am liebsten vom Strand verbannen würden.

Oben besser mit

Auch bei den Frauen gibt es Grenzen des guten Geschmacks. Damen, die glauben, dass oben ohne sexy und beliebt ist, könnten einem Irrtum unterliegen. Es sind vor allem die Frauen, die ihresgleichen nicht unbedingt barbusig am Strand oder Pool flanieren sehen wollen (56 Prozent). Männer hingegen haben relativ wenig dagegen einzuwenden, wenn Frauen sich nahtlose Bräune gönnen möchten. 37 Prozent würden allerdings lieber auf nackte Damenoberkörper verzichten.

Stringträgerinnen werden weniger skeptisch beäugt, nur 30 Prozent der Männer stören sich am Schnürchen, 37 Prozent der Frauen finden das Outfit unpassend für Strand und Pool. Besonders viel Akzeptanz bei den Frauen hat der Badeanzug, nur ein Prozent stört sich daran, 17 Prozent der Männer können dieser Badebekleidung nichts abgewinnen. Ein zu großer Bikini stört Männer (zwölf Prozent) mehr als Frauen (drei Prozent).

Zeigt her eure Füße

Doch damit ist es nicht getan. Denn auch das allgemeine Erscheinungsbild unterliegt am Strand oder Pool den kritischen Blicken der anderen. Männer sollten beispielsweise tunlichst auf die Kombination von weißen Socken mit Plastiksandalen verzichten. Mit dieser modischen Dauersünde ziehen sie sich die Verachtung von 50 Prozent der Befragten zu. Ganz schlecht kommen auch ungepflegte Füße an, die bei 30 Prozent der Frauen und bei 20 Prozent der Männer für Grausen sorgen. Was sonst noch für Männer zu vermeiden wäre, sind Nagellack, ein haariger Rücken und ein Bierbauch.

Haarige Sache

Frauen holen sich mit unrasierten Achseln bei 37 Prozent der Männer einen Korb, 38 Prozent der Frauen empören sich über Haarwuchs unter den Armen ihrer Geschlechtsgenossinnen. Ungepflegte Füße bei Frauen werden von Frauen (33 Prozent) kritischer begutachtet als von Männern (27 Prozent). Auch unrasierte Beine rufen vor allem bei Frauen (19 Prozent) Verachtung hervor, Männer (14 Prozent) sehen das etwas entspannter. Cellulitis ist ebenfalls nicht gerne gesehen, und 14 Prozent der Männer finden einen Silikon-Ausschnitt unattraktiv. (red, derStandard.at, 11.7.2012)

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    Dicker Bauch, Haar und String? Das geht eigentlich nur in Japan bei den Sumo-Ringern.

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