ESA dementiert technische Probleme

27. August 2003, 18:10
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Die Sonde "Mars Express" sei keinesfalls in Gefahr

Darmstadt - Die Raumagentur ESA hat einen Bericht über schwere technische Probleme bei Europas erster Reise zum Mars dementiert. Die Mission der am 2. Juni gestarteten Sonde "Mars Express" zum Roten Planeten sei "überhaupt nicht in Gefahr", sagte die Sprecherin des Darmstädter ESA-Kontrollzentrums ESOC, Jocelyne Landeau, am Dienstag.

Verbindung funktioniert

"Mars Express" und das Landegerät "Beagle 2" könnten nach vorübergehenden "kleinen Schwierigkeiten" miteinander kommunizieren. Die russische Raumagentur Rosaviakosmos hatte zuvor berichtet, zwischen "Mars Express" und "Beagle 2" komme keine Funkverbindung zu Stande.

Kleines Problem

Nach Angaben Landeaus stellte die ESA Ende vergangener Woche tatsächlich "ein kleines Problem" beim Landegerät fest. Nach ersten technischen Checks hätten die Ingenieure entschieden, die Kommunikations-Tests zwischen "Mars Express" und dem noch auf der Sonde befestigten "Beagle 2" zu verschieben. Die sechs Instrumente an Bord von "Mars Express" könnten aber problemlos Daten übermitteln; dies hätten die schließlich in der Nacht zum Dienstag ausgeführten Tests ergeben.

Suche nach Wasser

"Mars Express" war am 2. Juni mit einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonour ins All geschossen worden. Am zweiten Weihnachtstag soll die erste europäische Mission den Mars erreichen; dann soll der britische Lander "Beagle 2" auf den Planeten schweben und dort Daten und Proben sammeln. Ziel der Mission ist vor allem die Suche nach Spuren von Wasser, dem Grundstoff jeden Lebens.

Auch die USA haben parallel eine Sonde zum Mars gestartet, der sich in den kommenden Monaten so nahe an der Erde befindet wie seit Urzeiten nicht mehr. Die "Spirit" der amerikanischen Agentur NASA machte sich am 11. Juni auf die 500 Millionen Kilometer lange Reise. Die zweite US-Sonde "Opportunity" soll bald folgen; ihr Start von Cape Canaveral wurde am Sonntag erneut um zwei Tage auf den 28. Juni verschoben. (APA/AFP)

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