Kampf gegen afrikanisches Al- Kaida Netzwerk

24. Juni 2003, 12:40
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Vier Männer wegen Terroranschlägen in Kenia angeklagt - Sechs mutmaßliche Al-Kaida Verbindungsmänner in Mailand festgenommen

Nairobi - In Kenia sind vier Männer in Zusammenhang mit den Terroranschlägen im vergangenen November wegen 13-fachen Mordes angeklagt worden. Die vier Kenianer wurden am heutigen Dienstag dem Gericht vorgeführt, äußerten sich jedoch zunächst nicht zu den Vorwürfen. Sie bleiben in Haft und sollen am 8. August erneut in Nairobi vor Gericht erscheinen.

Verbindungen zu mutmaßlichem Al-Kaida-Führer

Mindestens drei der vier Männer sollen Verbindungen zu Fasul Abdullah Mohammed gehabt haben, einem mutmaßlichen Al-Kaida-Anführer. Mohammed gilt als Hauptverdächtiger und soll auch an den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Nairobi beteiligt gewesen sein. Die Angreifer hatten im November in Mombasa versucht, ein israelisches Passagierflugzeug mit Raketen abzuschießen. Die Raketen verfehlten die Maschine knapp. Wenige Minuten später explodierte ein mit Sprengstoff beladenes Auto vor einem Hotel. Elf Kenianer und drei Israelis sowie die Attentäter wurden getötet.

Sitz in Algerien

Die Polizei in Mailand hat indessen nach Medienberichten sechs Männer festgenommen, die einer islamistischen Gruppierung mit mutmaßlichen Verbindung zur Al Kaida logistische Unterstützung gewährt haben sollen. Nach einem siebenten Verdächtigen werden noch gefahndet, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA am heutigen Dienstag.

Die festgenommenen fünf Tunesier und ein Marokkaner sollen die Salafisten-Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC) unterstützt haben, wie ANSA und der staatliche Rundfunksender RAI berichteten. Die Gruppe mit Sitz in Algerien habe eine Zelle in Mailand unterhalten.

An den insgesamt 40 Einzeldurchsuchungen in der Früh waren nach Polizeiangaben 170 Beamte beteiligt. Die Salafisten-Gruppe steht seit Oktober 2001 auf der Terrorliste der UNO. (red/APA/AP)

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