Siemens-Chef Löscher sagt Bankdeal ab

21. Juni 2012, 18:38
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Der Einstieg von Siemens-Chef Peter Löscher und Christian Planegger bei der Wiener Privatbank Semper Constantia ist geplatzt

Wien - Der Einstieg von Siemens-Chef Peter Löscher und Christian Planegger (vom Grazer Autozulieferer Ventrex Automotive) bei der Wiener Privatbank Semper Constantia ist geplatzt. Ende Mai war bekannt geworden, dass sich Miteigner Alain De Krassny (Donau Chemie) von seinem Anteil an der einstigen Constantia Privatbank trennt - er besaß über die Copernicus II GmbH rund 40 Prozent. Den Rest der Anteile hielten die Grosso Holding von Investor Erhard Grossnig und die Privatstiftung der Familie Hans-Peter Haselsteiners via Copernicus I.

Den Grund für De Krassnys Ausstieg erklärte dessen Frau Isabella, Fondsmanagerin bei der Bank und bei der zypriotischen Investmentgesellschaft Maseltov, so: „Es gab ein sehr gutes Angebot." Neben Löscher und Planegger interessieren sich auch der Industrielle Herbert Liaunig und Fruchtsafterzeuger Franz Rauch für einen Einstieg. De Krassny hat das Paket inzwischen an Grossnig und Haselsteiner verkauft.

"Einige andere Investoren"

Der bestätigt den Absprung Löschers und Planeggers, die je fünf Prozent wollten - „ihnen und uns tut es leid". Es böten sich nun „einige andere Investoren an".

Der Grund für den Ausstieg dürfte bei den Vorstellungen der Verkäufer und in Deutschland zu suchen sein. Dort sind Maseltov und Bank mit 15 Prozent in die Baumarktkette Praktiker AG eingestiegen - seither streitet die AG mit Maseltov und Semper Constantia vor Gericht. Die Pikanterie: Praktiker-Aufsichtsratschef Kersten von Schenck sitzt auch im Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp, wo auch Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme Sitz und Stimme hat. Diese Verquickung und der „eskalierte Streit" mache den Einstieg Löschers in der Bank „undenkbar", erklärt Haselsteiner. (gra, DER STANDARD, 22.6.2012)

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    Peter Löscher steigt nicht ein.

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