Weitere 600 Grenzschützer wegen Meuterei verurteilt

17. Juni 2012, 16:26
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Soldaten hatten im Februar 2009 Dutzende Offiziere ermordet

Dhaka - In Bangladesch hat ein Militärtribunal mehr als 600 weitere Grenzschützer wegen ihrer blutigen Meuterei vor drei Jahren zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilte. Von den 621 angeklagten Soldaten hätten 611 wegen ihrer Verwicklung in die Rebellion Haftstrafen zwischen vier Monaten und sieben Jahren erhalten, sagte Staatsanwalt Manjur Alam am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die zehn weiteren seien freigesprochen worden. Damit wurden insgesamt mehr als 4000 Grenzschützer wegen der Meuterei verurteilt.

Am 25. Februar 2009 hatten sich Mitglieder der paramilitärischen Grenzschutzeinheit Bangladesch Rifles (BDR) aus Protest gegen ihre Bezahlung und ihre Arbeitsbedingungen gegen ihre Offiziere erhoben. Während des 33-stündigen Aufstands in der Hauptstadt Dhaka wurden mindestens 57 Offiziere ermordet. Ihre verstümmelten Leichen wurden in Abwasserkanäle und Massengräber geworfen. Es war die blutigste Meuterei in der Geschichte des südasiatischen Staats.

Die Grenzschützer, denen die schwersten Vergehen wie Mord, Verschwörung, Brandstiftung und die Plünderung von Waffen vorgeworfen werden, müssen sich in gesonderten Prozessen vor Zivilgerichten verantworten. Mehreren von ihnen droht dort die Todesstrafe. Die Militärtribunale können nur Haftstrafen von maximal sieben Jahren verhängen. Wie Staatsanwalt Alam sagte, müssen sich 135 der am Sonntag Verurteilten ebenfalls vor Ziviltribunalen verantworten. (APA, 17.6.2012)

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