"FAZ" wird "möglichst bald" eine Paywall einführen

14. Juni 2012, 12:49
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Zeitpunkt steht noch nicht fest - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" kritisiert Dumpingpreise bei Onlinewerbung

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" wird eine Bezahlschranke für ihre Webseite runterlassen. Das kündigte Geschäftsführer Tobias Trevisan in einem Interview mit dem deutschen "Wirtschaftsjournalisten" an.

Wann es so weit sein wird, darüber hüllt er sich noch in Schweigen: "Es gibt noch keinen Zeitplan, aber wir beschäftigen uns natürlich intensiv mit dem Thema und werden den Schritt zu einer Bezahlpflicht möglichst bald machen", sagt Trevisan in dem Interview. Er zeigt sich überzeugt, dass die Strategie aufgehen kann. Die Prämisse sei, dass die Online-Inhalte qualitativ hochwertig und exklusiv sein müssen. Nur dann wären die Leute bereit, dafür zu zahlen, glaubt Trevisan.

Derzeit gehe es noch darum, die Reichweiten hochzutreiben, kritisiert er. Die Preise für Werbung würden von den großen Portalen bestimmt, das führe zwangsläufig zu Dumpingpreisen, von denen kleinere Webseiten nicht leben könnten. In einer Paywall sieht er einen Ausweg. (red, derStandard.at, 14.6.2012)

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