Geldstrafe für das Tragen einer Guy-Fawkes-Maske in Wien

13. Juni 2012, 21:38
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Teilnehmer einer Demonstration soll "seine Gesichtszüge verhüllt" haben

Bisher war es kein Problem sich als Guy-Fawkes auf Demonstrationen zu maskieren - der WebStandard berichtete.  Das hat sich nun offensichtlich geändert. Ein Teilnehmer einer Demo gegen Scientology wurde mit einer Geldstrafe in der Höhe von 50 Euro bedacht, da er "seine Gesichtszüge mit einer Maske" verhüllt haben soll. Die Netzaktivisten von Anonymous Austria via Twitter haben die Strafverfügung im Netz veröffentlicht.

Vermummungsverbot

Die Strafe wird von Rechtsexperten kritisch beurteilt, da die Polizisten das Vermummungsverbot nicht exekutieren müssen, wenn keine "Gefährdung der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicherheit" besteht. Dies dürfte in der vorliegenden Causa nicht der Fall gewesen sein.

Laut Anonymous Austria handelt es sich nicht um einen Einzelfall, auch weitere Demonstranten bekamen bereits Strafverfügungen. 

"V wie Vendetta"

Die Masken, die dem Porträt des britischen Königsgegners und miltanten Katholiken Guy Fawkes (1570 - 1606) nachempfunden sind, sind das Markenzeichen von zahlreichen Protestbewegungen, wie etwa Anonymous, geworden. Die Masken wurden durch den Comic und Film "V wie Vendetta" bekannt. (sum, 13.06. 2012)

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    Seit Jahren maskieren sich Teilnehmer von Demos in Wien mit Guy-Fawke-Masken. Wie diese beiden Teilnehmer einer Anti-Acta Kundgebung in Wien. 

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