Smart Meter oder: Der gläserne Kunde

12. Juni 2012, 10:12
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EU-Datenschützer warnt vor Risiken der intelligenten Messgeräte

Intelligente Stromzähler könnten zum Ausschnüffeln ihrer Nutzer missbraucht werden, befürchtet der EU-Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx. Um dies zu verhindern, appellierte der Chef der unabhängigen Kontrollbehörde EDSB an die EU-Kommission, weitere Gesetze für einen angemessenen Datenschutz im sogenannten Smart Grid zu prüfen.

"Data mining"

Mit dem Einsatz der neuen Messgeräte könne unter anderem verfolgt werden, "was die Mitglieder eines Haushalts in ihren eigenen vier Wänden tun, ob sie im Urlaub oder in der Arbeit sind, ob sie spezielle Geräte wie ein Babyphone benutzen und wie sie ihre Freizeit verbringen", zitiert heise online aus einer Stellungnahme von Hustinx.

Die Daten könnten zwar wichtig sein, um Energieverbrauch von Haushalten für Energiezwecke zu analysieren. Aber zusammen mit Daten aus anderen Quellen sei das Potenzial für "data mining", also spezifisches Suchen nach Daten, groß. Wichtig sei daher, eine Schablone zu entwickeln, aus der sich die Folgen für den Datenschutz feststellen lassen. (red, 12.06. 2012)

 

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