Konica Minolta legt in Österreich zu

31. Mai 2012, 10:28
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Wien - Die Österreich-Tochter des japanischen Kopierer- und Druckerherstellers Konica Minolta hat im Geschäftsjahr 2011 ihren Umsatz um 6 Prozent auf 69,1 Mio. Euro gesteigert. Gewinnzahlen gibt das Unternehmen nur konzernweit bekannt, aber "wir sind ein fleißiger Steuerzahler", sagte Österreich-Chef Johannes Bischof, man bezahle in Österreich Gewinnsteuer "im siebenstelligen Bereich". Heuer will Bischof den Umsatz in Österreich um ein Zehntel steigern.

Umsatzrückgang des Mutterkonzerns

Weltweit erzielte der an der Tokioter Börse gelistete Konzern in seinem Geschäftsjahr 2011/12 (bis März) einen Umsatz von knapp 768 Mrd. Yen (7,81 Mrd. Euro), das waren um 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Trotz der schwachen Konjunktur in Europa, des starken Yens und der großen Naturkatastrophen im vergangenen Geschäftsjahr habe man das Betriebsergebnis um 1 Prozent auf 40,4 Mrd. Yen steigern können und damit die Erwartungen betroffen, wird betont. Der Nettogewinn brach jedoch um ein Fünftel (-21,1 Prozent) auf 20,4 Mrd. Yen ein.

Der größte Geschäftsbereich des Unternehmens mit fast 70 Prozent Umsatzanteil ist "Business Technologies", wozu auch Drucker gehören. Aus dem Geschäft mit Fotokameras hat sich das Unternehmen vor Jahren zurückgezogen, es werden aber noch Kameras z.B. für Handys hergestellt. Eine dritter Bereich ist "Sensing", das etwa Farbmessgeräte oder 3D-Scanner umfasst, erklärte Bischof. "Im Bereich Business Technologies haben wir sogar zulegen können, unsere europäischen, amerikanischen und chinesischen Verkaufsniederlassungen haben die bisher höchsten Verkaufszahlen erzielen können", sagte Bischof.

Ein weltweiter Wachstumsbereich seien die "Optimized Print Services", die den Kunden helfen sollen, ihre Druckkosten zu senken. "20 Prozent der Ausdrucke werden nie abgeholt", erklärte Bischof. Diese unnötigen Ausdrucke könne man vermeiden, indem der Druckauftrag vom betreffenden Mitarbeiter am Drucker selbst bestätigt werde. Ein wichtiges Thema sei auch der Energieverbrauch. Es sei gelungen, den Verbrauch mancher Geräte in den vergangenen zehn Jahren auf ein Zehntel reduzieren. Draufzahlen muss Konica Minolta selbst derzeit noch beim Recycling: "Ein Teil unserer Chassis wird aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Einfach den Rohstoff zuzukaufen wäre einfacher und billiger - aber irgendwann wird wahrscheinlich das Recycling billiger sein", hofft Bischof.

Konica Minolta ist weltweit in 64 Ländern vertreten und beschäftigt 35.600 Leute, etwa so viele wie im Vorjahr. Da man eine Wachstumsstrategie verfolge, sei auch kein Personalabbau geplant, betonte Bischof. Bei der Österreich-Tochter Konica Minolta Business Solutions GmbH wurde der Personalstand bis Ende März auf 326 Leute angehoben (April 2011: 303). (APA, 31.5.2012)

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