Mehrjährige Haftstrafen wegen versuchter und vollzogener Juwelierraube

15. Mai 2012, 12:01
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Sieben Jahre für 22-jährigen, angeblichen "Pink Panther" in Wien - Drei, vier und viereinhalb Jahre Haft in St. Pölten

Wien/St. Pölten - Weil er als angebliches Mitglied der gleichermaßen weit verzweigten wie berüchtigten "Pink Panther"-Bande im Herbst 2011 an zwei Raubüberfällen auf Wiener Juwelier-Geschäfte beteiligt war, ist ein 22-Jähriger am Dienstag im Straflandesgericht zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Mann hatte sich zu den Coups schuldig bekannt, aber bestritten, der auf Raubüberfälle spezialisierten Bande angehört zu haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Weitere Schuldsprüche in St. Pölten

Ebenfalls noch nicht rechtskräftig sind die Urteile des Schöffensenats in einem ähnlichen Fall in St. Pölten. Wegen versuchten schweren Raubes an einem Juwelier sind am Dienstag am Landesgericht drei Angeklagte schuldig gesprochen worden. Der 16-Jährige, von dem der Tatplan ausging, wurde zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, ein gleichaltriger Komplize zu drei und ein 19-Jähriger zu vier Jahren unbedingter Haft.

Das Trio war am 23. Februar in der City der niederösterreichischen Landeshauptstadt maskiert in ein Juweliergeschäft gestürmt. Der Inhaber und ein Uhrmacher wurden mit einer Gaspistole bedroht und gezwungen, die Vitrinen zu öffnen. Die Verdächtigen packten Schmuck im Wert von 70.000 Euro ein. Indessen war die von der Ehefrau des Juweliers alarmierte Polizei eingetroffen, worauf sich die drei mit ihren Opfern in den hinteren Teil des Geschäfts zurückzogen, dann aber aufgaben. Der Tatbestand der erpresserischen Entführung war laut Staatsanwaltschaft nicht erfüllt.

Zur Strafbemessung führte der Richter aus, dass dem Alter der Beschuldigten entsprechend unterschiedliche Strafrahmen vorlagen. Mildernd waren die Geständnisse und dass es beim Versuch geblieben ist, erschwerend beim vorbestraften Erstangeklagten u.a. die Tatbegehung innerhalb der Probezeit. Die Opfer hätten ein Martyrium erlitten, und auch generalpräventiv war angesichts zunehmender Raubüberfälle auf Juweliere eine unbedingte Strafe zu verhängen. (APA, 15.5.2012)

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