"Wer lacht, hat mehr vom Leben"

6. Mai 2012, 08:36
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Wer wenig zu lachen hat, kann es in der Gruppe praktizieren

Berlin - Zum heutigen Weltlachtag empfiehlt der deutsche Arzt Eckart von Hirschhausen, einfach häufiger zu lachen, auch wenn es zunächst künstlich wirke. Beim Lachen sei es ein bisschen wie beim Sex: "Es macht einen Riesenunterschied, ob man zuschaut oder mitmacht", sagte der Mediziner und Kabarettist am Freitag. "Von außen sieht das alles sehr seltsam aus - von innen heraus ist das sehr schön."

Magischer Punkt

Zu organisierten Lach-Clubs meinte der Arzt: Vor allem für Leute, die vielleicht nicht so viele Anlässe hätten zu lachen, sei es sinnvoll, sich in Gruppen zu treffen und gemeinsam zu praktizieren. "Man kann so lange üben, bis es von alleine passiert." Es gebe tatsächlich diesen magischen Punkt - dann sei das Lachen nicht mehr künstlich, sondern echt.

Der 44-Jährige würde auch Schulfächer wie "Glück" und "Gesundheit" befürworten. "Das ist wirklich das, was man im Leben braucht." Kinder müssten lernen, sich wohler zu fühlen mit sich und mit anderen. Psychologische Fragen sollten ebenso auf dem Stundenplan stehen wie der Umgang mit Konflikten und dem eigenen Körper. Leider verlerne der Mensch im Laufe des Lebens zu lachen. "Kinder lachen 400 Mal am Tag, Erwachsene nur noch 20 Mal und Tote gar nicht", sagte Hirschhausen. Die Tendenz spreche eindeutig dafür: "Wer lacht, hat mehr von Leben." (APA, 6.5.2012)

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