Börse Frankfurt schließt im Minus

3. Mai 2012, 19:12
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Draghi-Rede und US-Stimmungsindex schicken Börse auf Talfahrt

Frankfurt – Die Frankfurter Aktienbörse ist am Donnerstag mit tieferer Grundtendenz aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 16,33 Punkte (minus 0,24 Prozent) auf 6.694,44 Einheiten. Der TecDAX legte um 0,60 Punkte oder 0,08 Prozent auf 795,92 Punkte zu. Der M-DAX befestigte sich 21,92 Punkte oder 0,20 Prozent auf 10.850,14 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.439,78 Einheiten und einem Minus von 5,74 Zählern oder 0,17 Prozent. Der C-DAX verlor 1,00 Punkte oder 0,17 Prozent auf 595,52 Zähler.

Die Tagesagenda war mit einer wahren Zahlenflut von alleine zehn Unternehmen aus dem DAX, Anleiheauktionen in Frankreich und Spanien, der Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie mit US-Konjunkturdaten gut gefüllt. Nachdem die EZB zunächst für etwas Ernüchterung gesorgt hatte, folgten bald darauf enttäuschende Daten aus den USA. Im April hatte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA überraschend stark eingetrübt. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sah daher Grund genug für eine "Moll-Stimmung" im DAX. Mit Hochspannung dürfte nun der am Freitag anstehende monatliche US-Arbeitsmarktbericht erwartet werden.

BMW gefragt, HeidelbergCement schwach

Gefragt waren im Dax vor allem die Aktien von BMW, die um 0,86 Prozent auf 71,68 Euro stiegen und bei 73,95 Euro wieder ihr Rekordhoch vom März dieses Jahres erreichten. Der Autobauer war im ersten Quartal weiter auf Erfolgskurs geblieben. Die Fresenius-Papiere gehörten mit plus 1,79 Prozent ebenfalls zur Spitzengruppe im Leitindex. Der Medizinkonzern, der den Kliniksbetreiber Rhön übernehmen will, hatte seinen angehobenen Ausblick erneut bekräftigt und zudem einen Gewinnanstieg im ersten Quartal gemeldet.

Ein unerwartet hoher Quartalsverlust drückte die Aktien von HeidelbergCement dagegen um 3,44 Prozent ins Minus. Verantwortlich waren kräftig gestiegene Energiekosten und ein kalter Jahresstart in Europa. Mit einem Abschlag von 3,14 Prozent gingen die Infineon-Papiere aus dem Tag. Zwar hatte der Halbleiterkonzern seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtgeschäftsjahr leicht angehoben, Börsianer verwies allerdings auf einen leicht negativen Kommentar von Morgan Stanley. Die Ziele, hatte der Analyst des US-Bank kritisch angemerkt, lägen lediglich im Rahmen der Markterwartungen.

Beiersdorf stark

Dass der Nivea-Hersteller Beiersdorf die ersten Früchte seines Konzernumbaus ernten kann, honorierten die Investoren. Die Aktie stieg um 0,30 Prozent, am Morgen hatte das Papier bei 55,67 Euro sogar den höchsten Stand seit November 2007 erreicht. Im MDAX rückten die Aktien von Hannover Rück um 3,79 Prozent vor. Der weltweit drittgrößte Rückversicherer war dank ausgebliebener Naturkatastrophen und lukrativer Finanzgeschäfte mit einem überraschend kräftigen Gewinnsprung in das Jahr gestartet. (APA, 3.5.2012)

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