Ubi-Cam: Finger werden zur Kamera

25. April 2012, 14:34
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Forscher stellen Prototyp vor - Zoom dank Infrarotsensoren, die Abstand zum Gesicht messen, möglich

Forscher des Institute of Advanced Media Arts and Sciences (IAMAS) haben mit der Ubi-Kamera einen Fotoapparat geschaffen, der Fotos mit Hilfe der eigenen Finger aufnimmt. Man steckt sich die Kamera auf den Zeigefinger und bildet mit den Daumen und Zeigefingern beider Hände einen Rahmen, durch den man das Motiv anvisiert.

Auch zoomen ist möglich

Bewegt man die Hände nach vorne oder zurück kann man sogar zoomen. Ein Infrarot-Sensor misst dazu die Entfernung der Kamera zum Gesicht des Nutzers. Die Ubi-Cam befindet sich noch im Entwicklungsstadium und hat derzeit nur eine feste Brennweite. Der Zoom wird nachträglich am PC durchgeführt. Hält man die Kamera nah zum Gesicht erhält man eine Weitwinkelaufnahme. Hält man die Kamera weiter weg erhält man ein Close Up.

 

Weiter Weg bis zur Marktreife

Momentan funktioniert die Kamera nur, wenn sie per Kabel an einen Computer angeschlossen ist. Das fertige Produkt soll ohne PC funktionieren. Auch der Infrarot-Sensor ist noch nicht ausgereift. So kann es vorkommen, dass das Gesicht des Nutzers nicht richtig erkannt wird. Außerdem wird er durch die Lichtverhältnisse der Umgebung beeinflusst. Darum soll in Zukunft die Kamera die Distanz durch Gesichtserkennung messen können. Bis zur Marktreife ist es noch ein weiter Weg, aber die Ubi-Kamera ist ein interessantes Konzept für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. (soc, derStandard.at, 25.04.2012)

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IAMAS

  • Der Zoom wird an der Entfernung zum Gesicht gemessen.
    foto: diginfo.tv

    Der Zoom wird an der Entfernung zum Gesicht gemessen.

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