Apple weist Kartellvorwurf bei E-Büchern zurück

13. April 2012, 14:01
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Konzern: Lediglich Monopol von Amazon gebrochen

Der US-Elektronikriese Apple hat den Vorwurf zurückgewiesen, durch ein Kartell mit mehreren Verlagen die Preise für elektronische Bücher in die Höhe getrieben zu haben. Der Start des Apple-Ladens für E-Bücher, des iBookstore, 2010 habe "Innovation sowie Wettbewerb vorangetrieben und die monopolistische Marktmacht" des Onlinehändlers Amazon gegenüber den Verlagen gebrochen, sagte ein Apple-Sprecher am Donnerstag (Ortszeit). Apple habe es einfach den Verlagen überlassen, die Preise festzusetzen - wie es bei den Apps für iPhone und iPad der Fall sei.

Verdacht auf Preisabsprachen

Das US-Justizministerium hatte am Mittwoch wegen des Verdachts auf Preisabsprachen für E-Bücher ein Kartellverfahren gegen Apple und zwei große Verlagshäuser eingeleitet. Dem Ministerium zufolge richteten sich die Absprachen vor allem gegen die Preispolitik von Amazon. Als Konsequenz der Absprachen hätten die Verbraucher für E-Bücher "Dutzende Millionen Dollar zusätzlich" zahlen müssen.

Vor dem Verkaufsstart des iPad von Apple hatte Amazon, Anbieter des E-Book-Readers Kindle, elektronische Ausgaben vieler Bestseller für den Preis von 9,99 Dollar (7,60 Euro) verkauft. Mit dem Erscheinen des iPad setzte Apple ein neues Preissystem für E-Bücher durch, bei dem die Verlage die Preise festsetzen und Apple 30 Prozent davon einbehält. In der Folge stiegen die Preise für E-Bücher auf im Schnitt 12,99 Dollar. Amazon musste daraufhin die Konditionen mit den Verlegern neu aushandeln.

E-Book-Reader

Vor den USA hatten im Dezember auch schon die europäischen Wettbewerbshüter ein Kartellverfahren gegen Apple und mehrere Verlage eingeleitet. E-Bücher sind Bücher, die auf elektronischen Geräten gelesen werden. Es gibt spezielle E-Book-Reader, die nur diesem einen Zweck dienen - wie den Amazon Kindle. Daneben lassen sich E-Bücher auch etwa auf Computern oder Smartphones. Hauptkonkurrenten für die klassischen E-Book-Reader sind aber Tabletcomputer wie das iPad von Apple. (APA)

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