Memo-Training gegen Gedächtnisschwund

17. Juni 2003, 12:13
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Info-Bus tourt durch Österreich - dreißig Prozent der heute über 65-Jährigen entwickeln Demenz

Wien - Um auf die Demenzerkrankung und auf Früherkennung möglicher Gedächtnisprobleme aufmerksam zu machen, tourt ab Dienstag ein Informationsbus durch ganz Österreich. Erste Station des "Memory-Buses" war die Mariahilfer Straße in Wien. Am Mittwoch macht das Fahrzeug im Donauzentrum Halt.

Während der fünfwöchigen Tour sollen ältere Menschen ermuntert werden, ihr Gedächtnis laufend zu überprüfen und es aktiv zu trainieren. Die vom Pharmaunternehmen Pfizer ins Leben gerufene Informationsinitiative bietet neben Foldern mit der CD-Rom "Kog Check" auch eine interaktive Möglichkeit, geistig fit zu bleiben.

Plädoyer für Selbstverantwortung

"Die zweite Lebensphase sollte vor allem durch Selbstverantwortung hinsichtlich der eigenen Gesundheit geprägt sein, wobei in der Vorsorge auf unser wichtigstes Organ - das Gehirn - nicht vergessen werden sollte", betonte Dr. Andreas Walter, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie am Geriatriezentrum Wienerwald. "Nachdem ca. dreißig Prozent der heute über 65-Jährigen am Ende dement sein werden und ca. achtzig bis neunzig Prozent der Hundertjährigen eine Demenz entwickeln werden, ist eine Prävention von entscheidender Bedeutung", sagte Oberarzt Dr. Michael Rainer, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie am Wiener Krankenhaus SMZ Ost.

Verlängerter Arm der Memory Kliniken

Rainer bezeichnete den "Memory Bus" als verlängerten Arm der so genannten Memory Kliniken. Zu den Aufgaben dieser Abteilungen zählen neben der frühzeitigen Erkennung beginnender Demenzen der Einsatz der neuesten diagnostischen und medikamentösen Methoden, die Einbeziehung der Angehörigen als Co-Therapeuten sowie die Erstellung maßgeschneiderter Hirnleistungstrainings. (APA)

"Memory-Bus"-Hotline unter 0800/1234-25-00
informiert über die aktuellen Aktivitäten und
den Fahrplan des Busses.
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