Ex-Präsident Menem muss vor Gericht

31. März 2012, 14:44
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Angeblich Ermittlungen behindert und Täter gedeckt

Buenos Aires - Argentiniens Ex-Präsident Carlos Menem muss sich wegen Vertuschungsvorwürfen nach dem Bombenanschlag auf ein jüdisches Kulturzentrum in Buenos Aires im Jahr 1994 vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, Ermittlungen behindert und Täter gedeckt zu haben, wie die zuständigen Behörden am Freitag (Ortszeit) mitteilten. Neben Menem, der von 1989 bis 1999 Staatspräsident war, müssen sich auch der damalige Ermittlungsrichter Juan Jose Galeano, die früheren Geheimdienstchefs Hugo Anzorreguy und Juan Carlos Anchezar sowie zwei ehemalige Kommissare der argentinischen Bundespolizei vor Gericht verantworten.

Vor dem Sitz des argentinisch-israelischen Hilfswerks Amia war am 18. Juli 1994 eine in einem Lieferwagen deponierte Autobombe explodiert. 85 Menschen wurden getötet, mehr als 300 verletzt. Fast 18 Jahre später ist noch immer keiner verurteilt worden. In Argentinien werden der Iran und die radikalislamische Hisbollah für den Anschlag verantwortlich gemacht. (APA, 31.3.2012)

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