Admira bringt die Bullen ins Schwitzen

24. März 2012, 20:56
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Red Bull Salzburg und die Admria trennen sich in der Südstadt mit 2:2. Lindgren sorgt für den Ausgleich der Salzburger

Mehr als ein Punkt war für Bundesliga-Tabellenführer Salzburg am Samstag bei Aufsteiger Admira nicht zu holen. Die schwer ersatzgeschwächten, aber wackeren Niederösterreicher lagen nach 77 Minuten gar mit 2:1 in Führung, ein Treffer von Rasmus Lindgren wenig später bescherte den Gästen jedoch noch einen Punkt. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger Rapid beträgt damit zumindest bis zum Sonntag drei Zähler.

Die neuerlich nur phasenweise überzeugenden"Bullen" gingen durch Ibrahim Sekagya (15./1. Saisontor) früh in Führung, mussten aber wegen der Treffer von Patrick Mevoungou (34.) und Rene Schicker (77.) noch einem Rückstand nachjagen. Nach drei Siegen in Folge konnte man schließlich das Minimalziel von einem Punkt erreichen.

Admira Lazarett

Die Admira ging schwer gehandicapt ins Spiel. Acht Akteure standen Coach Dietmar Kühbauer nicht zur Verfügung, gerade in der Abwehr sah er sich durch die Sperren von Stephan Auer und Daniel Drescher bzw. den Verletzungen von Christopher Dibon, Richard Windbichler und Stephan Palla zu gravierenden Umstellungen gezwungen: So kamen Thomas Weber (18 Jahre) und Thomas Ebner (20) von Admiras Regionalligateam zu ihren Bundesligadebüts.

"Jammern hilft nichts", hatte Kühbauer, dem zusätzlich Routinier Patrik Jezek, Issiaka Ouedraogo und Emin Sulimani fehlten, gemeint, vorerst war seine Elf aber etwas überfordert. Salzburg dominierte und kam durch einen Standard zur verdienten Führung: Sekagya köpfelte den Ball nach einer Ecke per Aufsetzer und Innenstange ins Tor.

Als Soriano fünf Minuten später dank des Ausflugs von Admira-Goalie Tischler aus rund 30 Metern freie Sicht auf den leeren Kasten hatte, wähnten rund 4.000 in der Südstadt Salzburg schon mit 2:0 in Führung. Doch der Spanier, der am Mittwoch gegen Wr. Neustadt sein erstes Tor für die "Bullen" erzielt hatte, scheiterte.

Salzburg verabreichte dem Gegner, der zuvor nur mit dem Lupfer Hosiners (11.) einigermaßen gefährlich geworden waren, eine Mutinjektion. Nach einem Eckball kam der Ball vor dem Sechzehner zum zentral postierten und für Salzburg-Goalie Walke verdeckt stehenden Mevoungou, der mit einem Flachschuss den Ausgleich und seinen ersten Saisontreffer besorgte (34.).

Turbulente Schlussphase

Nach der Pause musste Walke gar in höchster Not gegen Seebacher retten (48.), die Admira wurde ballsicherer, kombinationsfreudiger und konnte immer wieder - vorerst aber harmlose - Entlastungsangriffe lancieren.

Salzburg blieb das dominante Team, das allerdings kaum Chancen herausspielte. Die Gäste agierten zu statisch, schnelle Aktionen wie jene in der 65. Minute, als Soriano in letzter Sekunde von Plassnegger gestoppt wurde, blieben die Ausnahme.

Ein Stangenschuss des kurz zuvor eingewechselten Gonzalo Zarate (74.) leitete dann eine turbulente Schlussphase ein. Erst brachte Schicker nach perfektem Konter und perfektem Abschluss die Hausherren mit 2:1 in Führung, kurz darauf war dann Lindgren nach Eckball im Strafraumgestocher zur Stelle. Zarate und Jantscher vergaben schließlich in den Schlussminuten noch die Chancen zur Entscheidung.(APA, 24.3.2012)

Fußball-tipp3-Bundesliga - 27. Runde:

FC Trenkwalder Admira - FC Red Bull Salzburg 2:2 (1:1). Maria Enzersdorf, Trenkwalder-Arena, 3.979, SR Einwaller

Torfolge: 0:1 (15.) Sekagya

1:1 (34.) Mevoungou

2:1 (77.) R. Schicker

2:2 (80.) Lindgren

Admira: Tischler - Plassnegger, Ebner, Schrott, T. Weber - Seebacher, Mevoungou, Schwab (83. Schachner), D. Toth - Hosiner (71. R. Schicker), Zeman (71. Sabitzer) Salzburg: Walke - Schwegler, Lindgren, Sekagya (45. Hinteregger), Ulmer - Mendes, Svento - Teigl (70. Zarate), Cristiano, Jantscher - Soriano

Gelbe Karten: Plassnegger, Schrott bzw. Teigl, Jantscher, Walke

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    Punkt und Punkt.

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