Polizei greift bei Demo Fotografen an

22. März 2012, 22:48
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Mindestens drei Verletzte in Lissabon

Lissabon - Am Rande einer Kundgebung ist es in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen. Dabei wurden am Donnerstagabend auch zwei Fotoreporter von Nachrichtenagenturen von Sicherheitskräften attackiert, wie portugiesische Medien berichteten. Online-Medien wie die Zeitung "Jornal de Noticias" veröffentlichten ein Bild, das zeigt, wie eine portugiesische Fotografin der französischen Nachrichtenagentur AFP von einem Beamten mit einem Schlagstock attackiert wird.

Die staatliche portugiesische Nachrichtenagentur LUSA protestierte bei der Polizei gegen einen Angriff auf einen ihrer Fotografen. Dieser sei von einem Beamten mit einem Stock geschlagen und weiter verprügelt worden, nachdem er sich am Boden liegend lautstark als Journalist ausgewiesen habe. Er sei verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Man behalte sich juristische Schritte vor, hieß es.

"Leichtere Zusammenstöße"

Eine Sprecherin der Polizei teilte lediglich mit, bei "leichteren Zusammenstößen" seien ein Polizist, ein Fotograf und ein Demonstrant leicht verletzt worden. Ein Kundgebungsteilnehmer sei außerdem festgenommen worden.

Mit einem Generalstreik hatten am Donnerstag Zehntausende im hoch verschuldeten Portugal gegen das Sparprogramm der Regierung protestiert. (APA, 23.3.2012)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ein Polizist schlägt die AFP-Fotografin Patricia Melo.

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