Internetuser verklagen Facebook und Twitter wegen Datenschutz

17. März 2012, 09:25
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Vorwurf: Konzerne greifen über Apps ohne Zustimmung Daten ab

Mehrere Internetnutzer in den USA haben Facebook, Twitter und andere App-Anbieter wegen ungenügender Datenschutz-Vorschriften verklagt. In der bereits Anfang der Woche bei einem Gericht im texanischen Austin eingereichten Klage werfen 13 Internetnutzer den Unternehmen vor, ohne ihre Erlaubnis mit Hilfe der Anwendungen Adressbücher ausgelesen zu haben.

Unerlaubter Zugriff auf Adressbücher

In der Klageschrift werden auch Apple mit seinem App-Store, die finnische Firma Rovio mit ihrem Spiel Angry Birds und der US-Spieleanbieter Electronic Arts genannt - insgesamt sind es 18 Verklagte. Sie alle bieten ihren Nutzern an, sich mit anderen Nutzern auszutauschen. Die 13 Kläger werfen den Unternehmen vor, sie hätten "ohne Erlaubnis ihre Adressbücher ausgelesen, um die Daten zu nutzen". Sie fordern Schadenersatz und eine Änderung der Datenschutzbestimmungen.

Klare Datenschutz-Bestimmungen bei Apps

Apple, Google, Microsoft, Amazon, Hewlett-Packard und der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) hatten sich erst Ende Februar gegenüber der US-Justiz zu mehr Datenschutz verpflichtet. Jede Anwendung, das sich Nutzer auf ihre Geräte herunterladen, muss demnach künftig klare Datenschutz-Bestimmungen erfüllen. So muss der Nutzer etwa erfahren, welche Informationen eine App über ihn sammelt und welche Angaben dabei mit anderen Nutzern geteilt werden. Bei Verstößen drohen Klagen mit Geldstrafen von bis zu 5.000 Dollar pro Nutzer der beanstandeten App. (APA)

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