Wiener Charta soll Benimmregeln für Bevölkerung festlegen

13. März 2012, 14:55
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Ab 19. März können Vorschläge und Ideen telefonisch oder online eingebracht werden

Die Regel des guten Zusammenlebens in Wien soll bis November 2012 in einer Charta festgeschrieben sein. Darauf einigte sich die rot-grüne Stadtregierung bereits im Regierungsübereinkommen. Ab 19. März startet das Projekt und soll die BewohnerInnen der Hauptstadt miteinander ins Gespräch bringen. Alle Wienerinnen und Wiener werden aufgerufen, bis 1. April ihre Vorstellungen und Ideen für ein besseres Miteinander online und per Telefon einzubringen.

Die eingebrachten Themen werden schließlich bis 12. April von einem Beirat gesichtet und für die Diskussion vorbereitet. Eigene Charta-Gespräche können nach Abschluss dieser Phase zwischen 13. April und 14. Oktober von allen BürgerInnen initiiert werden - die Stadt stellt ModeratorInnen gratis zur Verfügung.

BürgerInnen können "aktiv mitentscheiden"

Für Bürgemeister Michael Häupl, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Stadträtin Sandra Frauenberger ist es "gerade in einer Zeit, die uns alle vor neue Herausforderungen stellt", wichtig, "wie wir im Alltag miteinander umgehen". Da Benimmregeln nicht gesetzlich geregelt sind, sollen sich die WienerInnen auf einen "gemeinsamen Nenner" einigen. Außerdem könnten durch den Dialog die BürgerInnen "aktiv mitentscheiden und mitreden".

Auch die Partner des Charta-Projektes werden sich an der Organisation der Diskussionsrunden beteiligen. Bis dato haben bereits die Kinderfreunde, die Jungschar, die Caritas, Taxiunternehmen und Sportvereine zugesagt. Doch nicht nur bei direkten Gesprächen sollen die Themen behandelt werden, sondern auch im Onlineforum, das 24 Stunden täglich moderiert werden wird. Ein unabhängiger Charta-Beirat soll zudem Streitfragen klären und als Schiedsgericht dienen. (red, derStandard.at, 13.3.2012)

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