Rechtsextreme nominieren Präsidentschaftskandidaten

5. März 2012, 16:44
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Olaf Rose chancenlos - Wahl Gaucks gilt als sicher

Dresden - Bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten am 18. März wird es drei Kandidaten geben. Auch die rechtsextreme NPD hat einen Bewerber nominiert, wie die Partei am Montag in Dresden mitteilte. Der Kandidat der NPD, der Historiker Olaf Rose, hat allerdings keinerlei Chancen. Die Partei selbst wird nach eigenen Angaben mit drei Wahlmännern vertreten sein. Die Bundesversammlung, die das Staatsoberhaupt wählt, hat 1240 Mitglieder.

Auf die Nominierung eines eigenen Bewerbers hätten sich die NPD-Fraktionen in den Landtagen von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern geeinigt, erklärte die NPD. 2010 hatten die Rechtsextremen den Liedermacher Frank Rennicke nominiert.

Die Regierungskoalition und die oppositionellen Sozialdemokraten und Grünen haben den früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck aufgestellt, dessen Wahl als sicher gilt. Die Linke nominierte die ehemalige Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld.

Die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) ist in Deutschland in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern im Landtag vertreten. Auf Bundesebene kam sie zuletzt auf 1,5 Prozent der Stimmen und scheiterte damit klar an der Fünf-Prozent-Hürde. (APA)

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