Medienkünstlerin Eva Brunner-Szabo gestorben

5. März 2012, 17:52

In ihren Arbeiten spiegelte sich Auseinandersetzung mit dem zugleich Bewahrenden und Flüchtigen der technischen Bildaufzeichnung wider

Wien - Eine zentrale Arbeit der Medienkünstlerin Eva Brunner-Szabo trägt den Titel memoryPROJECTS: Unter diesem Label -und in Zusammenarbeit mit Gert Tschögl - aktualisiert sich seit rund 15 Jahren immer wieder ein "Museum der Erinnerungen". Dessen Besucher sind aufgefordert, anonyme Foto-Fundstücke mit eigenen Assoziationen aufzuladen, dafür den eigenen Erinnerungsfundus anzuzapfen - eine individuelle Übung mit (zeit-)geschichtlicher Dimension.

Die Auseinandersetzung mit dem zugleich Bewahrenden und Flüchtigen der technischen Bildaufzeichnung spiegelt sich auch in vielen von Brunner-Szabos eigenen Foto-, Video- und Mixed-Media-Arbeiten wider, die seit Anfang der 80er-Jahre entstanden.

Die promovierte Kommunikationswissenschafterin, geboren 1961 in Oberwart, war außerdem schon seit 1991 Mitglied der Medienwerkstatt Wien und betreute dort unter anderem die Herausgabe der Video Edition Austria und der Kunstfilm-DVD-Reihe Index. Vergangenen Freitag ist sie nach schwerer Krankheit in Wien gestorben. (Isabella Reicher, DER STANDARD - Printausgabe, 6. März 2012)

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  • Eva Brunner-Szabo 1961-2012
    foto: brunner-szabo

    Eva Brunner-Szabo 1961-2012

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