Gebärdeter Protest gegen "desolates Schulwesen"

Ansichtssache1. März 2012, 09:46
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"Barrierefreie Bildung für alle" forderten einige Dutzend Menschen beim Protest-Flashmob am Minoritenplatz

Zum Tag der Muttersprache am 21. Februar riefen der Österreichische Gehörlosenbund (ÖGLB) und der Verein Österreichischer Gehörloser Studierender (VÖGS) zum Protest-Flashmob vor den Ministerien für Wissenschaft und Bildung am Minoritenplatz.

Das Menschenrecht auf bilingualen Unterricht werde in Österreich missachtet. Für knapp 10.000 Menschen sei die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) Muttersprache.

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derstandard.at/sebastian fellner

Helene Jarmer, Präsidentin des ÖGLB und Nationalratsabgeordnete der Grünen, stieß zur Demo. "Das Schulwesen für gehörlose Menschen ist desolat", sagt sie. Jarmer kritisiert auch, dass LehrerInnen keine Gebärdensprachkenntnisse vorweisen müssen, um in einer Gehörlosenschule zu unterrichten: "Das ist eine untragbare Situation." (sab, derStandard.at, 21.2.2012)

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