Um die Wurst der Weltgruppe

7. Februar 2012, 17:47
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Ein steiniger russischer Weg ins Viertelfinale wartet am Wochen­ende auf Österreichs Team

Wiener Neustadt - Österreichs Tenniselite greift, wieder einmal, nach den Sternen. Am Wochenende versucht das Daviscup-Team - Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer, Oliver Marach und Alexander Peya - in Wr. Neustadt, gegen den Willen Russlands erstmals seit 1995 ins Weltgruppen-Viertelfinale zu gelangen und sich so die Relegation zu sparen.

Melzer, Österreichs Nummer eins, der vom Zagreber Viertelfinale anreiste, hofft auf beziehungsweise erwartet den Heimvorteil in der Arena Nova. "Wir müssen so rausgehen, dass wir, wenn wir unsere optimale Leistung bringen, am Ende am Sonntag hier jubeln können."

Leicht, das ist Melzer - aber wohl auch seinem Captain Clemens Trimmel - klar, wird's nicht. Ganz im Gegenteil. "Bei uns muss alles zusammenpassen, dass wir gegen die gewinnen können. Ich würde vielleicht sogar 60:40 für die Russen sagen, die vom Spielerpotenzial eine größere Dichte haben."

Deren Team steht noch nicht ganz. Welche Rolle Alex Bogomolow, Michail Juschnij, Nikolaj Dawydenko und Igor Kunizyn jeweils spielen, wird erst bei der Auslosung am Donnerstag bekanntgegeben. Nur eines scheint klar: "Es ist die Weltgruppe, da gibt es keine einfachen Matches. Wir spielen auswärts, Jürgen ist ein toller Leader des österreichischen Teams und sie haben ein großartiges Doppel. Es ist ein 50:50-Länderkampf." Das sagt Michail Juschnij. Und der muss es wissen. Der kommt, wie dieser Jürgen, von Zagreb. Dort aber hat er das Turnier gewonnen. (red - DER STANDARD, Printausgabe 8.2. 2012)

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