Fond Soziales Wien weist Kritik an Kostenanstieg zurück

5. Februar 2012, 17:20
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Der Vorwurf: Zwischen 2009 und 2010 seien die Verwaltungskosten "aus unbekanntem Grund" um 50 Prozent gestiegen

Wien - Die Kritik, die Kosten im Bereich der Geschäftsführung des Fonds Soziales Wien (FSW) seien unverhältnismäßig gestiegen, kann Geschäftsführer Peter Hacker nicht nachvollziehen. Mehr noch, Hacker ist darüber ziemlich erbost. "Ich weise das auf Schärfste zurück." Der Vorwurf: Zwischen 2009 und 2010 seien die Verwaltungskosten "aus unbekanntem Grund" um 50 Prozent gestiegen, wie der grüne Klubobmann David Ellensohn vergangene Woche in einem Zeitungsinterview sagte.

"Da muss Ellensohn etwas gründlich missverstanden haben", sagt Hacker zum Standard. Laut Geschäftsbericht des FSW, der für die Stadt Leistungen im Pflege- und Sozialbereich organisiert, sind die "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" zwischen 2009 und 2010 von 19,4 Millionen Euro auf 26,9 Millionen gestiegen - obwohl die Personalkosten mit 11,5 beziehungsweise 11,6 Millionen Euro annähernd gleichgeblieben sind.

Rücklagen

Die Steigerung sei deshalb zustande gekommen, weil man Rücklagen gebildet habe, sagt Hacker. Unter anderem, um die Pflegeheime, die mobile Pflege und die Obdachlosenhilfe zu finanzieren. Hacker: "Rücklagen müssen in der Bilanz als Aufwendung verbucht werden" - auf der Kostenstelle Geschäftsführung

Im Zuge der Suche nach Sparpotenzial müsse jeder Bereich genau durchleuchtet werden, betont Ellensohn, "besonders, wo es einen Sprung von mehr als zehn Prozent gibt". (fern, DER STANDARD-Printausgabe, 6.2.2012)

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