Gehaltsangaben: Nur gut gemeint

20. Jänner 2012, 17:18
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Das Ziel, durch den gesetzlichen Zwang zur Angabe des Mindestgehalts in Stellenanzeigen Transparenz in den qualifizierten Arbeitsmarkt und sein Entlohnungssystem zu bringen, ist nicht erreicht

Zwar halten sich die meisten suchenden Firmen mittlerweile an die Gesetzesvorgaben, allerdings werden für hochwertige Positionen entweder die niedrigsten KV-Einstufungen veröffentlicht, die bei gehobenen Positionen ziemlich uninteressant sind (da findet sich ein "Geschäftsführer" einer ziemlich großen Firma mit Jahresbrutto 80.000 oder ein Bereichsleiter mit 650 Mitarbeitern sogar nur um knapp 23.000 Euro Jahresbrutto).

Oder es sind Bandbreiten "je nach Qualifikation" angegeben, die 100 Prozent Verhandlungsspielraum im Nebel signalisieren. Mit dem Anliegen der Schematisierung und Transparenz wird Schlitten gefahren. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 21./22.1.2012)

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