Das meistgehasste Käseplättli der Schweiz

Blog11. Jänner 2012, 14:24
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Die Fluglinie Swiss beschenkte ihre Mitarbeiter zu Weihnachten, allerdings nur mit Käse statt Kohle

Für die Mitarbeiter der Schweizer Fluglinie Swiss war Weihnachten ein Reinfall. "Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul", lautet zwar einen Binsenweisheit. Die Schweizer Flugbegleiter aber hätten ganz schön geschaut, als sie ihr Geschenk zu Gesicht bekamen, berichten Schweizer Medien. Das Objekt des Anstoßes: ein Käsebrett mit Messer und als Bonus Schokolade. Eh lieb, will man meinen. Doch die Swiss-Mitarbeiter haben mit dem Präsent ein Problem.

Üblicherweise erhalten die Mitarbeiter der Fluglinie nämlich laut Blick.ch eine Gratifikation zu Weihnachten. 2011 gab es aber nur Käse statt Kohle. Viele Swiss-Mitarbeiter bekämen kein 13. Monatsgehalt, stattdessen eben eine variable Gewinnbeteiligung am Ende des Jahres. Da es der Swiss wirtschaftlich 2011 sehr gut ging - die Passagierzahlen sind hoch, die Auslastung gut, das Ergebnis ebenfalls -, waren die Mitarbeiter von dem Weihnachtsgeschenk - sagen wir einmal - überrascht. Im Vorjahr habe es zwar auch Salzstreuer und Pfeffermühle vom Christkind gegeben, aber dazu immerhin bis zu 2.000 Franken als Bonus.

Die Gemüter kochten hoch. Laut Blick.ch entlud sich der Unmut über eine Facebook-Gruppe, der Tenor: "Ich will Cash und nicht Käseplättli". Manch einer habe sein Plättli dann auch an den Swiss-Chef zurückgeschickt. Mittlerweile macht der eine oder andere Fluglinien-Mitarbeiter doch noch ein bisschen Geld mit der Käseplatte, die übrigens die Form einer Heckflosse hat, die ein Swiss-Logo ziert. Über die Auktionsplattform www.ricardo.ch wird das Plättli verhökert. Das mit "berühmt berüchtigtes original Weihnachtsgeschenk der Swiss an ihre Mitarbeiter" und "Kultobjekt" angepriesene Brett erreicht dabei Preise bis über 100 Franken.

Von der Swiss hieß es dazu, das zusätzliche Weihnachtsgeld sei in den vergangenen Jahren ausbezahlt worden, wenn die Erwartungen für das Geschäftsjahr übertroffen wurden. Das sei 2011 nicht der Fall gewesen. Für die Mitarbeiter ist das nur schwer zu schlucken. (rom, derStandard.at, 11.1.2012)

  • Das ist das Brett des Anstoßes: Das Weihnachtsgeschenk der Swiss. (Bild: Screenshot von www.ricardo.ch)
    foto: screenshot

    Das ist das Brett des Anstoßes: Das Weihnachtsgeschenk der Swiss. (Bild: Screenshot von www.ricardo.ch)

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