Österreichisches Start-up automatisiert Dropbox

4. Jänner 2012, 13:19
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User können mit Dropbox Automator z.B. Word-Datei in PDF konvertieren, signieren und als E-Mail versenden

Das österreichische Start-up Wappwolf hat Ende Dezember den Dienst Dropbox Automator gestartet, mit dem User dem Online-Speicherdienst verschiedene Aktionen zuweisen können. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass Dokumente, die in einen automatisierten Dropbox-Ordner gelegt werden, immer zu PDF konvertiert, digital signiert und per E-Mail versendet werden, geben die Entwickler ein Nutzungsbeispiel.

Login mit Dropbox-Account

Um Dropbox zu automatisieren, muss man sich auf dropboxautomator.com mit dem vorhandenen Account einloggen und den Zugriff für Wappwolf freigeben. Danach lassen sich Ordner auswählen und verschiedene Aktionen aus einer Liste auswählen. Dabei können für einen Ordner auch mehrere Regeln festgelegt werden. Die Aktionen werden auf den Servern des Unternehmens durchgeführt, ein eingeschalteter Computer mit Dropbox-Client ist nicht nötig.

Dokumente und Fotos

Die aktuelle Liste der Automatisierungs-Möglichkeiten ist bereits lang und soll in Zukunft noch ergänzt werden. Dokumente können derzeit in PDF konvertiert, zusammengefasst, übersetzt, in eine .txt-Datei umgewandelt, zu Google Docs oder Slideshare.net hochgeladen oder digital signiert werden. Bilder können verkleinert, gedreht, zu Facebook oder Flickr hochgeladen werden. Zudem lassen sich Fotoeffekte anwenden, Texte, Logos, eine Landkarte des Aufnahmeorts oder ein "Gefällt mir nicht"-Stempel hinzufügen. Auch das Bildformat kann konvertiert werden.

Integration von Online-Diensten

Unabhängig vom Dateityp können Dateien per E-Mail versendet, als zip-Archiv komprimiert, umbenannt, auf einen FTP-Server hochgeladen und mit einem Passwort versehen werden. Zudem können User ein Status-Update auf Twitter oder Facebook posten. Die Nutzung des Dienstes ist derzeit kostenlos und wurde mit der Integration verschiedener Online-Dienste umgesetzt. So werden die Fotoeffekte beispielsweise von Photofunia durchgeführt, Übersetzungen mit Bing Translator und PDF-Konvertierungen mit conv2pdf.com. In Zukunft wollen die Entwickler auch Premiumfunktionen anbieten.

Server ächzen

Der Dienst hat in den internationalen Medien bereits viel Aufmerksamkeit erhalten. Innerhalb der ersten fünf Tage kamen 13.000 neue User hinzu und es wurden 50.000 Dokumente verarbeitet, schreiben die Entwickler in eine Aussendung. Zeitweise war Dropbox Automator aufgrund des hohen Interesses nicht erreichbar. Mit erhöhten Serverkapazitäten sollen die Probleme nun gelöst sein. (br/derStandard.at, 4.1.2012)

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    Dropbox Automator bringt Zahnrädchen für den Cloud-Speicher in Bewegung

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