Vorwahlen der Republikaner: Romney in Iowa nur acht Stimmen vor Santorum

4. Jänner 2012, 13:27
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Ex-Gouverneur von Massachusetts gewinnt die erste Vorwahl ganz knapp - Bedeutung des Votums vor allem symbolisch

Des Moines - Die erste Vorwahl der US-Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur ist praktisch mit einem Unentschieden ausgegangen. Für Mitt Romney wurden 30.015 Stimmen gezählt, für Rick Santorum 30.007 - die beiden trennen also nur acht Stimmen. Die beiden liegen damit gleichauf bei rund 25 Prozent. Zeitweise lag sogar nur eine einzige Stimme zwischen den beiden. Der Kongressabgeordnete Ron Paul erhielt nach Angaben mehrerer TV-Sender gut 21 Prozent.

Wie erwartet keine Entscheidung

Damit bleibt die Suche nach einem Herausforderer von Präsident Barack Obama bei der Präsidentenwahl im November wie erwartet noch offen. Allerdings gilt der 64-jährige Romney Umfragen zufolge landesweit als Favorit. Experten halten den langjährigen Manager einer Finanzfirma wegen seiner Wirtschaftskompetenz für den schwierigsten der möglichen Gegner Obamas. Die Themen Wirtschaft und Arbeitslosigkeit dürften die wichtigsten Punkte im bevorstehenden Wahlkampf werden. Romney griff Obama in seiner Rede vor Unterstützern am Abend folgerichtig genau auf diesem Feld an: "Dies ist eine gescheiterte Präsidentschaft", sagte er und ergänzte: "Die Lücke zwischen seinen Versprechen von vor vier Jahren und seiner Leistung ist größer als alles, was ich jemals in meinem Leben gesehen habe."

Perry zieht sich zurück, überdenkt Kandidatur

Den vierten Platz belegte der ehemalige Vorsitzende des Repräsentantenhauses Newt Gingrich mit rund 13 Prozent. Der texanische Gouverneur Rick Perry folgte mit 10 Prozent und kündigte an, seine weitere Teilnahme am Wahlkampf zu überdenken. "Ich habe entschieden, nach Texas zurückzukehren, um die Ergebnisse der heutigen Wahl einzuordnen und herauszufinden, ob es für mich in diesem Rennen einen Weg an die Spitze gibt", sagte Perry am Abend vor Unterstützern.

Die Kongressabgeordnete Michele Bachmann dagegen, die mit 5 Prozent abgeschlagen auf den sechsten Platz kam, schlug einen optimistischeren Ton an: "Es gibt viele weitere Kapitel, die auf unserem Pfad zur Nominierung geschrieben werden", sagte sie.

Auftakt ins Wahljahr

Die parteiinterne Vorwahl in dem kleinen Agrarstaat im Mittleren Westen ist zwar der vielbeachtete Auftakt zum Wahljahr 2012 - aber sie hat für das tatsächliche Ergebnis des Rennens eher symbolische Bedeutung. Bereits in der kommenden Woche stehen die nächsten Vorwahlen im Bundesstaat New Hampshire an. Insgesamt gibt es weitere Wahlgänge in 49 US-Staaten.

Als Faustregel gilt: Wer in Iowa gewinnt, hat die Kandidatur noch längst nicht in der Tasche. Wer aber schlecht abschneidet, dem droht die finanzielle Unterstützung abzubröckeln. Endgültig entscheiden die Republikaner erst bei ihrem Parteitag Ende August, wer am 6. November gegen Obama ins Rennen geht.

Bereits vor der Abstimmung in Iowa hatten Umfragen gezeigt, dass keiner der Bewerber die Herzen der Republikanerbasis wirklich erwärmen kann. Romney gilt als wirtschaftsfreundlicher Politiker, wird von Gegnern aber auch als Wendehals charakterisiert.

Paul gilt in landesweiten Umfragen dagegen als Außenseiter. Er will die Macht des Staates weitmöglichst beschneiden und tritt unter anderem für die Abschaffung der US-Notenbank ein. Santorum wiederum hat sich als äußerst konservativer Politiker profiliert: Er will etwa, dass Abtreibungen auch bei Vergewaltigungen und Inzest verboten werden.

Die Vorwahlen zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten laufen traditionell nach besonderen Gesetzen ab. In Iowa kamen die Republikaner am Abend in mehr als 1.700 Parteiversammlungen (Caucus) zusammen, um abzustimmen. Die Versammlungen wurden teilweise in Schulen und Kirchen abgehalten, aber auch in Gaststätten und Privathäusern. (APA)

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    Mitt Romney mit seinen Söhnen und seiner Frau (dahinter).

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    So klein ist der Unterschied: Rick Santorum freut sich über sein Wahlergebnis.

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    Bei Mitt Romney ist der Unterschied ein bisschen größer.

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    endergebnis der vorwahlen in iowa
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    Ron Paul erreicht ganz souverän den dritten Platz ....

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    ... während Rick Perry ans Aufgeben denkt.

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