Wettbewerbsbehörde prüft, wem "Heute" gehört

29. November 2011, 18:01
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Sachverhaltsdarstellung eingelangt - Offenbar Vorwurf, Marktbeherrschung werde verstärkt

Wien - Bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) langte nach STANDARD-Infos eine Anzeige über die Besitzverhältnisse von "Heute" ein. Sie soll wettbewerbsrechtlich relevante Verflechtungen mit der "Krone" behaupten, die deren beherrschende Marktposition verstärkten. Sie vermutet auch einen verbotenen Zusammenschluss.

Die "Krone" gehört zu 50 Prozent Familie Dichand. Die Frau des "Krone"-Herausgebers, Eva Dichand, ist Managerin und Herausgeberin von "Heute". Sie erklärte erst unlängst öffentlich, sie habe das Sagen bei "Heute". Laut Firmenbuch gehört der Verlag von "Heute" einem SP-nahen Wirtschaftstreuhänder und einer Stiftung, der SP-Chef Werner Faymanns Expressesprecher Wolfgang Jansky vorsteht. Jansky ist neben Eva Dichand Manager der Gratiszeitung.

BWB-Sprecher Stefan Keznickl bestätigt auf Anfrage des STANDARD eine Eingabe zum Thema, die Behörde prüfe sie. Details und Absender nennt er nicht. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 30.11.2011)

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