Ruhe am deutschen Transfermarkt

5. Juni 2003, 15:26
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Gespannte Finanzlage erzwingt Sparkurs: Ablösen haben Seltenheitswert - Die Ausnahme von der Regel: Bayern München

München - Die äußerst angespannte Finanzlage der deutschen Fußball-Bundesligisten hat zu einem dramatischen Einbruch auf dem Transfermarkt geführt. Um den eigenen Haushalt in Zeiten wachsender Schuldenberge (rund 600 Mio. Euro in der Liga) und sinkender TV-Gelder zu konsolidieren, haben die 18 Oberhaus-Klubs fast nur noch ablösefreie Profis im Visier.

Kaum Ausgaben

Zwei Monate vor dem Start der 41. Bundesliga-Saison haben die Erstligisten gerade einmal 58 neue Spieler für insgesamt 12,9 Mio. Euro verpflichtet. Lediglich sieben Profis kosteten Ablöse. Demgegenüber registrierten die Vereine bis Dienstag 76 Abgänge ohne nennenswerte Einnahmen. Zu Beginn der Vorjahres-Saison hatte die Liga für 103 Neuzugänge (58 ablösefrei) noch 102,2 Mio. Euro investiert. Im Rekordjahr 2001 gaben die Vereine sogar fast 150 Mio. Euro aus.

Bayern investieren

Nur fünf der 18 Klubs haben bisher Geld ausgegeben. Einzig Rekordmeister Bayern München scheint trotz der Mini-Erlöse der zurückliegenden Champions-League-Saison zu Investitionen bereit. Für die beiden Neuzugänge Tobias Rau (Wolfsburg/2 Mio. Euro) und Martin Demichelis (Buenos Aires/5) gab der Titelverteidiger bereits geschätzte sieben Millionen Euro und damit weit mehr als der gesamte Rest der Liga (5,9) aus.

Kolkka zu Mönchengladbach

Die letzten News vom Transfermarkt schrieb Mönchengladbach: Die Borussen haben den finnischen Stürmer Joonas Kolkka von Panathinaikos Athen für drei Jahre verpflichtet. Ablösefrei, versteht sich.(APA)

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