Töchterle will trotz Schuldenbremse Hochschul-Milliarde

17. November 2011, 14:29
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"Wenn man rundum sparen muss, ist es noch legitimer zu sagen, Studierende sollen einen Beitrag zur Finanzierung unseres Studiensystems leisten"

Nachdem die Regierung die Schuldenbremse beschlossen hat, stehen Sparprogramme ins Haus. Das könnte sich auch negativ auf die Universitäten auswirken. Darauf angesprochen erklärte Töchterle in der ZIB 2: „Ich bin nach wie vor in guten Verhandlungen (mit Finanzministerin Maria Fekter, Anm.). Mein Ziel ist die Hochschulmilliarde. Angesichts der Schuldenbremse sind die Verhandlungen nicht leichter geworden."

Finanzministerin Fekter habe gerade erst betont, dass ihr Bildung, Wissenschaft und Forschung wichtig seien. Auf eine genaue Zahl wollte sich Töchterle jedoch nicht festlegen. In jedem Fall soll der zusätzliche Betrag ein dreistelliger Millionenbetrag sein. Töchterle: „Wir werden die Universitäten besser finanzieren. Das ist sicher. Ich versuche natürlich Zusatzmittel über die Studienbeiträge zu erzielen. Wir wissen, dass wir hier Probleme haben, die Zustimmung des Koalitionspartners zu bekommen."

Gerade in Zeiten des Sparens will Töchterle an Studiengebühren festhalten: "Das Modell, das ich vorgelegt habe, ist sozial ausgewogen. Wenn man rundum sparen muss, ist es noch legitimer zu sagen, Studierende die es sich leisten können - vor allem auch die vielen Studierenden die aus dem Ausland kommen - sollen einen Beitrag zur Finanzierung unseres Studiensystems leisten. Das bringt mehr Gerechtigkeit, mehr Mittel und mehr Verbindlichkeit." (red, derStandard.at, 17.11.2011)

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