27 Tote bei Explosion von Munitionslager

12. November 2011, 19:02
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Detonation auf Stützpunkt der Revolutionsgarden

Teheran - Bei der Explosion eines Munitionslagers der iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) im Westen von Teheran sind am Samstag mindestens 27 Mitglieder der Eliteeinheit getötet worden. Mindestens 23 Revolutionsgardisten wurden nach amtlichen Angaben verletzt. Nach ersten Ermittlungen wurde die schwere Detonation durch einen Unfall beim Umlagern von Munition ausgelöst. Das staatliche Fernsehen zitierte den Kommandanten der Revolutionswächter, Ramezan Sharif, mit den Worten, 27 Gardisten seien durch die Explosion ums Leben gekommen.

Laut Medienberichten ereignete sich die Explosion zu Mittag (Ortszeit, 10.30 Uhr MEZ) in einem Militärlager in Bid Ganeh, rund 20 Kilometer südwestlich vom Zentrum der iranischen Hauptstadt Teheran. Die Nachrichtenagentur ISNA meldete unter Berufung auf Rettungskräfte, einige der Opfer seien lebensgefährlich verletzt. Krankenwagen, Rettungsteams mit Suchhunden und ein Hubschrauber begaben sich an die Unglücksstelle. Der Abgeordnete des betroffenen Bezitks, Hossein Garouzi, erklärte auf der Webseite des Parlaments (Majlis), es sei eine "große Menge Munition" explodiert. Er schloss einen politisch motivierten Anschlag oder einen Sabotageakt aus. Die Revolutionsgarden unterhalten zahlreiche Stützpunkte in der Umgebung von Teheran.

Politisch motivierter Anschlag ausgeschlossen

Der Abgeordnete des betroffenen Distrikts, Hossein Garusi, erklärte auf der Website des Parlaments, es sei eine "große Menge Munition" explodiert. Er schloss einen politisch motivierten Anschlag oder einen Sabotageakt aus.

Die Detonation war in mehreren Vierteln im Westen der iranischen Hauptstadt zu spüren. Zeugen berichteten, dass die Türen und Fenster ihrer Häuser gewackelt hätten. Der Knall war bis ins Zentrum Teherans zu hören. Zunächst hatten Medien von der Explosion einer Tankstelle für Flüssiggas berichtet. Der Sicherheitsbeauftragte des Gouverneurs von Teheran, Alireza Janeh, sagte jedoch kurz darauf, die Explosion habe sich auf einem Militärstützpunkt ereignet.

Die Revolutionsgarden unterhalten zahlreiche Stützpunkte in der Umgebung von Teheran. Im Oktober 2010 ereignete sich ein ähnliches Unglück in einem ihrer Munitionslager in der Stadt Chorramabad. Dabei kamen 18 Menschen ums Leben. Die Eliteeinheit wurde während der iranischen Revolution 1979 gegründet. Seither haben sich die auch Pasdaran genannten Revolutionsgarden zu einer bedeutenden militärischen und wirtschaftlichen Kräfte im Land entwickelt. (APA)

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    Rauchsäule nach der Explosion in Bid Ganeh nahe Teheran.

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