Hochbetrieb auf den Standesämtern

11. November 2011, 14:54
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Überdurchschnittliche Zahl an Trauungen zum Faschingsbeginn

Wien - Am 11.11.2011 hat auf Österreichs Standesämtern Hochbetrieb geherrscht. Die meisten Paare vermählten sich in der Bundeshauptstadt Wien. Insgesamt 93 standesamtliche Trauungen wurden dort durchgeführt, auch drei gleichgeschlechtliche Paare ließen sich verpartnern. Im Ranking auf Platz zwei liegt Salzburg - 24 Hochzeitspaare gaben sich in der Mozartstadt das Ja-Wort.

In Wien fanden am 11. November insgesamt 93 standesamtliche Trauungen statt. Auch drei gleichgeschlechtliche Paare haben zudem das heutige "magische Datum" zum Anlass für eine Verpartnerung genommen, hieß es aus dem Büro der zuständigen Stadträtin Frauenberger.

Termine im Mirabell seit halbem Jahr ausgebucht

Insgesamt 24 Brautpaare aus aller Welt gaben einander im Marmorsaal des Schlosses Mirabell in Salzburg regelrecht die Klinke in die Hand. Von 8.00 Uhr früh bis 16.00 Uhr wurde durchgehend im 20-Minuten-Takt getraut. Die Trauungstermine für den 11.11.2011 waren übrigens nach Beginn der Anmeldefrist (in Salzburg sechs Monate vor dem geplanten Hochzeitstermin) innerhalb weniger Tage ausgebucht, so Standesamts-Leiter Franz Schefbaumer. Die weiteste Anreise für das Ja-Wort im angeblich schönsten Trauungssaal der Welt nahm ein Paar aus Australien auf sich.

Eine überdurchschnittliche Frequenz für die Jahreszeit brachte das besondere Datum auch in den Trauungssaal des Grazer Rathauses: In den für einschlägige Zeremonien gedachten Räumlichkeiten drängten sich - hintereinander - immerhin 16 "willige" Paare.

"Mehr als üblich" in den Landeshauptstädten

Hochbetrieb herrschte am Freitag auch im Linzer Standesamt. "Wir haben heute 15 Trauungen", berichtete Abteilungsleiter Walter Schmidtgrabmer. Für November sei das sehr viel. Im Rathaus St. Pölten gab es "zehn Trauungen, durchgehend von 9.00 bis 13.00 Uhr", teilte Martin Koutny vom Medienservice der Landeshauptstadt auf Anfrage mit. In Klagenfurt gaben sich sieben Paare das Jawort. Auch in Villach waren es "deutlich mehr als sonst üblich", hieß es aus dem Magistrat. Die Hauptheiratszeit in Klagenfurt ist zwischen Ostern und September.

Auch in Vorarlberg scheint das Heiraten an einem Schnapsdatum wie dem 11.11.2011 beliebt zu sein. So feierten am Freitag in der Landeshauptstadt Bregenz sechs Paare ihre Hochzeit. Am Standesamt in Dornbirn waren die Hochzeiten zum 11.11.2011 bereits im März ausgebucht. Vier Paare gaben sich dort das Ja-Wort, ebenfalls mehr als in den Vorjahren. Auch in Lustenau hat es schon frühzeitig viele Anfragen gegeben.

Weltweites Interesse an leicht merkbarem Datum

Großer Andrang herrschte auch in anderen Weltgegenden. Alleine in der chinesischen Hafenstadt Shanghai gaben sich mehr als 3.000 Paare das Ja-Wort, teilte ein Behördensprecher mit. Viele warteten schon am Morgen vor den Ämtern, bevor sie öffneten.

Auch im Stadtstaat Singapur stieg die Zahl der Hochzeiten massiv an: Fünfmal so viele Paare wie sonst ließen sich einen Termin im Standesamt reservieren. In der vietnamesischen Wirtschaftsmetropole Ho-Tschi-Minh-Stadt veranstalteten 80 Paare eine Massenhochzeit zu
dem besonderen Datum.

Ein Ehepaar in Russland hingegen schlug am 11.11.2011 den umgekehrten Weg ein und ließ sich am Freitag scheiden. Die Partner hätten sich in der südsibirischen Stadt Barnaul rund 3.500 Kilometer östlich von Moskau endgültig getrennt, nachdem ihnen das Heiratsdatum
9.9.1999 kein Glück gebracht habe, meldete die Agentur Interfax. Andere ließen sich nicht schrecken: In der Stadt hatten sich 175 Paare für eine Hochzeit angemeldet. (APA)

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    Ein probates Mittel, um nicht in die delikate Situation zu kommen, den Hochzeitstag zu vergessen: Am 11.11.11 heiraten.

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