Polen: Telekom muss 390 Mio. Euro Entschädigung bezahlen

10. November 2011, 12:11
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Dänische GN Store Nord setzte sich vor Schiedsgericht in Wien durch - Streit um Gewinn aus Lichtfaserkabel

Das Handelsgericht in Wien hat als Schiedsgericht die polnische Telekom TP SA zu einer Entschädigungszahlung von 2,9 Mrd. Dänischen Kronen (390 Mio. Euro) an DPTG, eine Tochtergesellschaft der dänischen GN Store Nord, verurteilt. Es wies die Berufung der TP SA zurück. Der Streit begann 2001 und bezieht sich auf die Nutzung eines Lichtfaserkabels, das den Norden und den Süden Polens verbindet und an dessen Installation DPTG beteiligt war.

2009

Laut Vertrag besteht ein Teil der Bezahlung an DPGT in einer Beteiligung am bis 2009 durch das Lichtfaserkabel erzielten Gewinn. Die beiden Parteien stritten jedoch über die Berechnung des Gewinns. Die nun zu zahlende Entschädigung betrifft die Jahre 1994 bis 2004. Für die restlichen fünf Jahre forderte DPGT im Jänner weitere 2,4 Mrd. Dänische Kronen. Die TP SA, die von der France Telecom kontrolliert wird, lehnt auch diese Berechnung ab. Unternehmenssprecher Wojciech Jabczynski argumentierte, dass DPGT 30 Mio. Euro in das Kabel investiert habe und - mit den an das Unternehmen geleisteten Zahlungen - den 50-fachen Betrag als Gewinn beanspruche. (APA)

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