Sibylle Lewitscharoff bekommt Wilhelm-Raabe-Preis

6. November 2011, 16:56
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Für Roman "Blumenberg" ausgezeichnet - Juli Zeh bekommt Studienpreis für Jus-Doktorarbeit

Braunschweig - Für ihren Roman "Blumenberg" erhält Sibylle Lewitscharoff am Sonntag den mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreis. Die renommierte Auszeichnung wird jährlich von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk in Gedenken an den Schriftsteller Wilhelm Raabe vergeben, der von 1870 bis zu seinem Tod 1910 in Braunschweig lebte. Sibylle Lewitscharoff entwirft in ihrem Buch eine biografische Fantasie über den 1996 in Münster gestorben Philosophen Hans Blumenberg. Dabei verlasse sie die herkömmlichen Pfade realistischen Erzählens mit provokantem Übermut, urteilte die Jury.

Eine wissenschaftliche Ehrung gibt es indes für die Romanautorin Juli Zeh: Am Dienstag erhält die 37-Jährige den Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung. Zeh ("Adler und Engel", "Schilf") wird dabei nicht für Literatur, sondern für ihre Doktorarbeit im Fach Jus ausgezeichnet, teilte die Stiftung am Sonntag mit. Die Autorin hat am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Parallel schloss sie in Passau und Leipzig ein Jus-Studium ab. In ihrer Dissertation hinterfragt sie den Demokratieaufbau in Krisenregionen. Dabei stellt sie fest, dass Demokratie-Export oft mit undemokratischen Mitteln erfolgt: Repräsentanten der UNO handeln mit einer Machtfülle, die dem Prinzip der Gewaltenteilung keinen Raum lässt. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 3.000 Euro verbunden. (APA)

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