Wiener Börse schließt am Mittwoch sehr schwach

2. November 2011, 17:56
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ATX holt gestrige Talfahrt der internationalen Aktienmärkte nach

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 47,47 Punkte oder 2,39 Prozent auf 1.936,28 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund elf Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.925 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +1,34 Prozent, DAX/Frankfurt +2,24 Prozent, FTSE/London +1,15 Prozent und CAC-40/Paris +1,37 Prozent.

Nach dem Feiertag am Dienstag hat das heimische Börsenbarometer am Mittwoch den gestrigen Negativtrend der internationalen Leitbörsen nachgeholt, so ein Marktteilnehmer. Nachdem Griechenland ein Referendum über das Euro-Rettungspaket angekündigt hatte, zeigten sich die Aktienmärkte Europas sowie an der Wall Street am Vortag geschockt und gingen auf Talfahrt, konnten sich aber am heutigen Handelstag wieder etwas erholen.

Dennoch halte die Unsicherheit an den Märkten weiterhin an, hieß es aus Händlerkreisen. Zum einen verunsicherte die Nachricht, dass der Euro-Rettungsfonds EFSF aufgrund der Nervosität an den Finanzmärkten Anleiheplatzierungen für Irland-Hilfen verschiebe. Zum anderen herrsche Ungewissheit bezüglich des am Donnerstag startenden G-20 Gipfels und den möglichen Ergebnissen dieses Treffens, hieß es weiter. Von Unternehmensseite zeigte sich die Nachrichtenlage indessen sehr dünn.

Finanzwerte klar im Minus

Entgegen dem europäischen Branchentrend gerieten die heimischen Finanzwerte klar unter Druck. Dementsprechend schlossen die Papiere der Raiffeisen um 5,12 Prozent tiefer bei 19,26 Euro und damit am untersten Ende der Kursliste, Vienna Insurance Group (VIG) gaben um 1,66 Prozent auf 29,87 Euro nach.

Größter Verlierer waren zur Wochenmitte die Titel der Erste Group, welche satte 6,06 Prozent auf 14,66 Euro einbüßten. Die Analysten der Credit Suisse haben ihr Kursziel für die Papiere der Bank von 38 auf 23 Euro gekappt. Die Anlageempfehlung "Neutral" blieb indessen erhalten.

Ohne klare Linie gingen indes Öl- und Rohstofftitel aus der Sitzung. Weit oben auf der Kursliste notierten AMAG (plus 3,14 Prozent auf 16,09 Euro) und die Titel des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann (plus 2,33 Prozent auf 58,75 Euro).

Hingegen gaben OMV 0,73 Prozent auf 25,09 Euro nach und voestalpine sackten um deutliche 6,00 Prozent auf 23,50 Euro ab. Die Wertpapierspezialisten der Credit Suisse haben das Kursziel für die Aktien von 42 auf 39 Euro nach unten revidiert, die Kaufempfehlung blieb jedoch unverändert.

Die zehn größten Kursgewinner

      1. HIRSCH SERVO AG                   +4,17 Prozent
      2. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG      +3,22 Prozent
      3. AMAG AUSTRIA METALL AG            +3,14 Prozent
      4. SCHOELLER-BLECKMANN AG            +2,33 Prozent
      5. CENTURY CASINOS INC               +1,50 Prozent
      6. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE      +1,06 Prozent
      7. BWT AG                            +1,01 Prozent
      8. MAYR-MELNHOF KARTON AG            +0,96 Prozent
      9. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG     +0,82 Prozent
     10. OESTERR. POST AG                  +0,73 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

      1. ERSTE GROUP BANK AG               -6,06 Prozent
      2. VOESTALPINE AG                    -6,00 Prozent
      3. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG      -5,12 Prozent
      4. LENZING AG                        -4,37 Prozent
      5. FLUGHAFEN WIEN AG                 -2,89 Prozent
      6. IMMOFINANZ AG                     -2,68 Prozent
      7. RORENTO N.V.                      -2,67 Prozent
      8. ALLG.BAUGES.-A.PORR AG VZ         -2,21 Prozent
      9. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG          -1,99 Prozent
     10. TEAK HOLZ INT. AG                 -1,88 Prozent (APA)
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