EU-Sanktionen nach angeblichem Komplott gegen Saudi-Botschafter

21. Oktober 2011, 15:42
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Vermögen von fünf Personen eingefroren

Brüssel - Nach dem mutmaßlichen Mordkomplott gegen den saudi-arabischen Botschafter in den USA belegt die EU fünf Personen mit Sanktionen. In einer am Freitag in Brüssel veröffentlichten Erklärung wurden weder Namen noch Nationalität der Betroffenen genannt, deren Vermögen in der Europäischen Union eingefroren wird. Es handle sich um Maßnahmen im Anti-Terror-Kampf, hieß es weiter.

Am Donnerstag waren die beiden Hauptverdächtigen in der Affäre in den USA formal angeklagt worden. Die Geschworenen der Grand Jury in New York billigten die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen Manssor Arbabsiar und Gholam Shakuri. Arbabsiar war Ende September am New Yorker Flughafen John F. Kennedy festgenommen worden, Shakuri ist flüchtig. Beide sollen bei ihren Anschlagsplänen eng mit Teilen der iranischen Regierung zusammengearbeitet haben, was Teheran vehement bestreitet.

Die US-Staatsanwaltschaft wirft Arbabsiar und Shakuri eine Verschwörung zur Tötung des saudiarabischen Botschafters Adel al-Joubair vor. Geplant gewesen sei ein Bombenanschlag auf den Diplomaten in einem beliebten Restaurant in Washington. Der Fall hat die wegen des iranischen Atomprogramms angespannten Beziehungen zwischen Washington und Teheran weiter verschlechtert. (APA)

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