Darabos will mehr Frauen beim Heer

10. Oktober 2011, 16:07
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Weiblicher Anteil in der Truppe liegt bei nur knapp zwei Prozent - Verteidigungsminister peilt internationalen Durchschnitt an

Wien - Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) will keine Wehrdiener mehr und weniger Generäle beim Heer haben, dafür aber mehr Frauen. Mit 372 Soldatinnen liegt der Anteil der Frauen in der Truppe derzeit bei sehr niedrigen zwei Prozent. Dem Thema Frauen beim Militär widmet sich in den kommenden Tagen ein Symposium, das Montagnachmittag im Parlament eröffnet wird.

Minister Darabos bekräftigte dabei sein Ziel im Regierungsprogramm, den Frauenanteil im Heer zu erhöhen. Er strebe an, das Bundesheer auch hinsichtlich seiner Personalstruktur in Bezug auf die Relation Frauen und Männer "international vergleichbar zu machen". Das Bundesheer müsse sich "auch in dieser Hinsicht im Vergleich mit unseren Partnernationen, mit denen wir im Rahmen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union für Frieden und Stabilität sorgen, sehen lassen können". International verfügen Armeen im Schnitt über sechs bis acht Prozent weibliche Soldaten.

Darabos ist überzeugt, dass vom gemeinsamen Dienst von Frau und Mann im Heer die jeweilige Einheit profitiert und die Qualität der Arbeit steigt. Seit der Öffnung der militärischen Berufe für Frauen im Jahr 1998 haben bereits hunderte Österreicherinnen eine Karriere als Soldatin eingeschlagen. Neben den 372 Soldatinnen seien auch über 2.500 weibliche Zivilbedienstete beschäftigt. "Dies entspricht einem Frauenanteil von über 12 Prozent", so Darabos.

Frauen sind seit 1998 in allen Funktionen und Waffengattungen tätig geworden - als Militärpilotin, Militärseelsorgerin oder Panzerkommandantin, Ärztin oder Technikerin. (APA)

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    Bundesheer-Soldatinnen beim Auftragen von Tarnfarben für eine Gefechtsübung.

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